US-Hypothekenzinsen steigen auf Sechsmonatshoch wegen Iran-Konflikt
Der 30-jährige Festzins klettert auf 6,38 Prozent – den höchsten Stand seit September 2025.

Die US-Hypothekenzinsen haben ein neues Sechsmonatshoch erreicht. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festzins-Hypotheken stieg auf 6,38 Prozent, wie die staatlich geförderte Hypothekenfinanzierungsgesellschaft Freddie Mac am Donnerstag mitteilte. In der Vorwoche hatte der Wert noch bei 6,22 Prozent gelegen.
Damit sind die Zinsen nun vier Wochen in Folge gestiegen. Das untergräbt die erklärten Bemühungen der Trump-Regierung, Wohnraum für amerikanische Haushalte erschwinglicher zu machen. Noch kurz vor Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar war der Zinssatz auf 5,98 Prozent gesunken – auch weil US-Präsident Donald Trump Freddie Mac und Fannie Mae angewiesen hatte, ihre Käufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren auszuweiten.
Iran-Krieg treibt Ölpreise und Anleiherenditen
Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die Ölpreise um mehr als 30 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung hat die Renditen von US-Staatsanleihen deutlich nach oben getrieben. Da sich Hypothekenzinsen in den USA traditionell an der Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihe orientieren, schlägt dieser Anstieg direkt auf die Finanzierungskosten für Immobilienkäufer durch.
Für deutsche Anleger und Beobachter ist diese Entwicklung relevant, da steigende US-Hypothekenzinsen den amerikanischen Immobilienmarkt bremsen und gleichzeitig globale Kapitalflüsse beeinflussen können. Höhere US-Anleiherenditen ziehen internationales Kapital an und stärken tendenziell den US-Dollar.
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Zur AktienanalyseWohnraum als politisches Reizthema
Die Erschwinglichkeit von Wohnraum hat sich in den USA zu einem zunehmend brisanten politischen Thema entwickelt. Mit Blick auf die Zwischenwahlen im November stehen die Republikaner unter Druck, sichtbare Erfolge bei der Entlastung von Immobilienkäufern vorweisen zu können. Der aktuelle Zinsanstieg erschwert dieses Vorhaben erheblich.


