US-Hypothekenzinsen steigen: Refinanzierungsnachfrage bricht um 19% ein
Steigende Hypothekenzinsen in den USA bremsen den Refinanzierungsboom abrupt aus.

Der US-Hypothekenmarkt erlebt einen deutlichen Dämpfer: Die Nachfrage nach Refinanzierungen ist in der vergangenen Woche um 19% eingebrochen, nachdem die Zinsen auf den höchsten Stand seit Ende 2024 geklettert sind. Der durchschnittliche Vertragszinssatz für 30-jährige festverzinsliche Hypotheken stieg von 6,19% auf 6,30%. Gleichzeitig erhöhten sich die Gebührenpunkte (Points) bei einer 20-prozentigen Anzahlung von 0,58 auf 0,63.
Das gesamte Volumen der Hypothekenanträge fiel laut dem saisonbereinigten Index der Mortgage Bankers Association (MBA) im Wochenvergleich um 10,9%. Der Rückgang bei den Refinanzierungsanträgen ist damit besonders ausgeprägt – er folgt auf eine Phase wachsender Nachfrage zu Jahresbeginn, die durch zeitweise sinkende Zinsen angetrieben worden war.
Trotz des wöchentlichen Einbruchs liegen die Refinanzierungsanträge noch immer um beachtliche 69% über dem Niveau der Vorjahreswoche. Das zeigt, wie stark die Nachfrage im Vergleich zu 2024 insgesamt zugelegt hat – damals waren die Zinsen deutlich höher.
Kaufhypotheken zeigen relative Stärke
Während Refinanzierungen stark unter Druck gerieten, entwickelten sich Kaufhypotheken deutlich stabiler. Die Anträge für den Immobilienkauf legten im Wochenvergleich um 1% zu und lagen 12% über dem Vorjahreswert. Das deutet auf eine anhaltende Grundnachfrage im Kaufsegment hin, trotz des herausfordernden Zinsumfelds.
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