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US-Immobilienmarkt: Hausverkäufe brechen im Dezember stark ein

Der amerikanische Immobilienmarkt erlebt einen herben Rückschlag: Die schwebenden Hausverkäufe stürzten im Dezember um 9,3 Prozent ab – entgegen aller Erwartungen. Hohe Hypothekenzinsen und schwindendes Angebot belasten Käufer.

US-Immobilienmarkt: Hausverkäufe brechen im Dezember stark ein

Der US-Immobilienmarkt hat das Jahr 2025 mit einem drastischen Einbruch beendet. Die Pending Home Sales, also bereits unterzeichnete Kaufverträge für bestehende Häuser, sanken im Dezember gegenüber November um 9,3 Prozent, wie der National Association of Realtors (NAR) mitteilte. Analysten waren von einem leichten Anstieg ausgegangen und wurden damit kalt erwischt.

Flächendeckender Rückgang in allen Regionen

Der Verkaufsrückgang zog sich durch alle vier US-Regionen. Besonders bemerkenswert: Nur im Süden der USA konnten die Verkäufe im Jahresvergleich zulegen. Die durchschnittliche Vermarktungsdauer stieg auf 39 Tage – vier Tage länger als im Dezember 2024. Dies deutet auf eine zunehmende Zurückhaltung der Käufer hin.

Hypothekenzinsen bleiben hartnäckig hoch

Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleiben die Finanzierungskosten. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festzinskredite lag laut Mortgage News Daily bei rund 6,25 Prozent. Zwar ist dies etwas niedriger als im Sommer, doch für viele potenzielle Käufer bleiben Immobilien damit unerschwinglich. Zum Vergleich: Vor der Zinswende lagen die Hypothekenzinsen zeitweise unter drei Prozent.

Dramatischer Schwund beim Angebot

Verschärft wird die Lage durch ein schrumpfendes Angebot. Im Dezember standen lediglich 1,18 Millionen Häuser zum Verkauf – ein Minus von neun Prozent gegenüber November und das niedrigste Niveau des gesamten Jahres 2025. Der Jahresvergleich zeigt zwar ein Plus von zwölf Prozent, allerdings ausgehend von einem historisch niedrigen Ausgangsniveau.

Ausblick für 2026 eingetrübt

Die Kombination aus stagnierender Zinsentwicklung, schwindendem Angebot und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit dämpft die Erwartungen für 2026 erheblich. Experten rechnen mit einer anhaltend schwierigen Phase für den US-Immobilienmarkt. Die Pending Home Sales gelten als wichtiger Frühindikator für den Gesamtmarkt, da zwischen Vertragsunterzeichnung und tatsächlichem Verkaufsabschluss typischerweise ein bis zwei Monate liegen.

Bedeutung für deutsche Investoren

Für deutsche Anleger mit Exposure zum US-Immobilienmarkt – etwa über REITs oder entsprechende Fonds – sind diese Entwicklungen relevant. Der schwächelnde Wohnimmobilienmarkt könnte sich auf die Bewertungen amerikanischer Immobilienaktien auswirken und Portfolios belasten.

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