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US-Inflation schwächt sich ab – Fed-Zinspause rückt näher

Die US-Verbraucherpreisdaten entsprachen den Erwartungen und nähren Hoffnungen auf ein Ende der Fed-Zinserhöhungen.

US-Inflation schwächt sich ab – Fed-Zinspause rückt näher

Die neuesten US-Inflationsdaten haben die Erwartungen der Märkte weitgehend erfüllt. Der Verbraucherpreisindex (CPI) signalisiert eine nachlassende Inflationsgefahr – ein Signal, das Anleger und Notenbanker gleichermaßen aufmerksam verfolgen. Die Daten könnten jedoch nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht für Juli vom vergangenen Freitag die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve im September noch nicht vollständig vom Tisch nehmen.

Unmittelbar nach Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex sank die Marktwahrscheinlichkeit für eine geldpolitische Straffung im September weiter unter die Marke von 50 Prozent. Das ist ein deutliches Signal: Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet damit, dass die US-Notenbank vorerst keine weiteren Zinsschritte unternehmen wird. Für deutsche Anleger ist dies besonders relevant, da die Geldpolitik der Fed maßgeblichen Einfluss auf globale Kapitalmärkte und den Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar ausübt.

Technologiegüter mit festeren Preisen

Nicht alle Kategorien des Warenkorbs entwickelten sich gleich. Technologiegüter gehörten zu den Bereichen mit vergleichsweise stabilen oder leicht steigenden Preisen. Als ein Faktor wurde dabei unter anderem Apple (AAPL) genannt, dessen Produktpreisgestaltung in die Berechnung des Index einfließt.

Der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 reagierte auf die Veröffentlichung der Inflationsdaten. Anleger werteten die Zahlen als weiteres Indiz dafür, dass der Zinsgipfel in den USA möglicherweise erreicht oder zumindest in greifbarer Nähe ist. Eine Pause bei den Zinserhöhungen würde Wachstumswerte und Technologieaktien typischerweise begünstigen, da sinkende Zinsen deren zukünftige Gewinne attraktiver machen.

Hintergrund: Fed im Kampf gegen die Inflation

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte in den vergangenen Jahren die Leitzinsen in einem historisch schnellen Tempo angehoben, um die nach der Corona-Pandemie stark gestiegene Inflation zu bekämpfen. Der nun nachlassende Preisdruck ist das Ergebnis dieser restriktiven Geldpolitik. Gleichzeitig zeigt der schwache Arbeitsmarktbericht für Juli, dass die Wirtschaft beginnt, auf die höheren Zinsen zu reagieren.

Für Investoren bleibt die Frage entscheidend, ob die Fed tatsächlich eine Pause einlegt oder ob überraschend hartnäckige Inflation zu weiteren Maßnahmen zwingt. Die Daten vom CPI liefern vorerst Entlastung – die endgültige Entscheidung der Notenbank bleibt jedoch abzuwarten. Anleger sollten die kommenden Wirtschaftsdaten und Fed-Kommunikationen weiterhin genau im Blick behalten.

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