ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Inflationsdaten im Juli entlasten die Federal Reserve spürbar

Der Juli-VPI entsprach den Erwartungen und nimmt der Fed den Druck, die Leitzinsen im September weiter anzuheben.

US-Inflationsdaten im Juli entlasten die Federal Reserve spürbar

Der US-Inflationsbericht für den Monat Juli hat die Märkte und die Federal Reserve mit einem weitgehend erwartungskonformen Ergebnis überrascht. Die Verbraucherpreisdaten (VPI), die am Mittwoch veröffentlicht wurden, sorgten für eine spürbare Entlastung: Der Druck auf die US-Notenbank, die Leitzinsen im kommenden Monat erneut anzuheben, hat merklich nachgelassen.

Die Wall Street verfolgte die Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten mit besonderer Aufmerksamkeit. Auch Vertreter der Federal Reserve hatten im Vorfeld signalisiert, diese Zahlen nun genauer unter die Lupe zu nehmen – ein deutliches Zeichen dafür, wie entscheidend der Datenpunkt für die weitere Geldpolitik ist.

Lager innerhalb der Fed gespalten

Innerhalb der US-Notenbank zeichnet sich eine zunehmende Meinungsverschiedenheit ab. Im vergangenen Jahr prognostizierten die Notenbanker noch, dass die Inflation ohne weitere Zinsschritte auf das angestrebte Ziel von 2 Prozent zurückkehren würde. Mittlerweile sind jedoch einige Vertreter der Ansicht, dass höhere Zinsen erforderlich sein werden, um dieses Ziel zu erreichen.

Andere Fed-Mitglieder erklärten, sie könnten sich dieser restriktiveren Minderheit anschließen, sollten zusätzliche Daten die Verteidigung der bisherigen Prognose erschweren. Die Debatte innerhalb der Notenbank spiegelt die Unsicherheit wider, mit der Zentralbanken weltweit derzeit konfrontiert sind.

Die bisherige Prognose der Fed stützt sich auf die Einschätzung, dass das aktuelle Zinsniveau bereits ausreichend restriktiv sei. Demnach verharrt die Inflation eher aufgrund externer Schocks auf hohem Niveau – und nicht etwa wegen einer zu lockeren Geldpolitik. Diese Sichtweise ist für das weitere Vorgehen der Notenbank von zentraler Bedeutung.

Zölle und Energiepreise als Schlüsselfaktoren

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Prognose ist die Einschätzung zur Wirkung von Zöllen. Die Fed geht davon aus, dass Zölle die Kosten lediglich einmalig in die Höhe treiben und der Effekt anschließend abklingen würde. Ein dauerhafter inflationärer Impuls durch Handelshemmnisse wird demnach nicht erwartet.

Auch bei den Energiepreisen zeigt sich die Notenbank verhalten optimistisch. Bei einer Entspannung der Konflikte im Nahen Osten würden die Energiepreise dem sinkenden Rohölpreis folgen, so die Erwartung. Dieser Faktor könnte die Gesamtinflation in den kommenden Monaten zusätzlich dämpfen.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung in den USA von unmittelbarer Relevanz. Die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflusst nicht nur den US-Dollar und amerikanische Anleiherenditen, sondern wirkt sich über globale Kapitalströme auch auf europäische Märkte und den Kurs der Europäischen Zentralbank aus. Ein Ausbleiben weiterer US-Zinserhöhungen könnte den Druck auf die EZB verringern und die internationalen Finanzmärkte stabilisieren.

Federal ReserveVerbraucherpreisindexInflation UsaLeitzinsenGeldpolitikVpi JuliUs-NotenbankZinserhöhung

Disclaimer