ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Iran-Konflikt und Nvidia-Chips bewegen die Märkte

US-Futures legen leicht zu, während neue Militärschläge zwischen USA und Iran die Hoffnungen auf ein Abkommen dämpfen.

US-Iran-Konflikt und Nvidia-Chips bewegen die Märkte

Die US-Aktienfutures zeigen sich am Montag leicht im Plus und deuten auf eine Fortsetzung der Vorwochengewinne hin. Bis 03:23 Uhr ET stieg der Dow-Future um 54 Punkte oder 0,1 %, der S&P 500-Future kletterte um 20 Punkte oder 0,3 %, und der Nasdaq 100-Future legte um 135 Punkte oder 0,4 % zu. Die wichtigsten Wall-Street-Indizes hatten in der vorangegangenen Sitzung neue Rekordschlussstände sowie ein Plus für Monat und Woche verzeichnet.

Zur Rallye vom Freitag trugen insbesondere die Ergebnisse von Dell bei. Das Unternehmen hob seine Prognosen für Jahresgewinn und Umsatz an, was Anleger positiv aufnahmen. Chip-Aktien trieben dabei den breiteren Technologiesektor an.

USA und Iran tauschen erneut Schläge aus

Die Hoffnungen auf ein baldiges Abkommen zwischen Washington und Teheran wurden durch einen erneuten Austausch militärischer Schläge gedämpft. Das US-Militär gab an, Radar- und Drohnenkontrollstationen im Iran bombardiert zu haben, nachdem Teheran am Wochenende eine amerikanische Drohne abgeschossen hatte. Der Iran bestätigte daraufhin einen Vergeltungsangriff, und Kuwait meldete, dass es Drohnen- und Raketenbeschuss abgefangen habe.

Auch Israel versuchte, seine Besetzung eines Teils des benachbarten Libanon auszuweiten – als Reaktion auf Drohnenstarts der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Milizen. US-Präsident Donald Trump betonte dennoch, er glaube, dass der Iran eine Einigung erzielen wolle. Beide Seiten verhandeln weiterhin über zentrale Streitpunkte, insbesondere über die nuklearen Ambitionen Teherans.

Trump prüft derzeit den Entwurf einer Absichtserklärung, die Berichten zufolge einen laufenden Waffenstillstand verlängern, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus fordern und einen Rahmen für Gespräche über das iranische Atomprogramm bieten würde. Der Chefunterhändler des Irans signalisierte jedoch am Sonntag, dass Teheran kein Abkommen akzeptieren werde, das seine Rechte nicht sichert.

Ölpreise bleiben erhöht

Vor diesem Hintergrund legten die Brent-Rohöl-Futures erneut zu. Um 03:56 Uhr ET war der Kontrakt um 3,1 % auf 93,92 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Damit bleibt Brent deutlich über dem Vorkriegsniveau, aber unter den jüngsten Höchstständen von über 100 US-Dollar.

Analysten von Vital Knowledge erklärten, dies spiegele die Überzeugung wider, dass sich die Schifffahrt in der Straße von Hormus selbst bei einer Einigung wahrscheinlich monatelang nicht erholen werde. Der iranische Einfluss auf den Seeweg halte eine geopolitische Risikoprämie an den Ölmärkten aufrecht. Die Straße von Hormus ist eine lebenswichtige Wasserstraße für ein Fünftel des weltweiten Erdöls und Erdgases.

Der jüngste Optimismus über ein mögliches US-Iran-Abkommen hatte laut Analysten der Deutschen Bank die Attraktivität von Risikoanlagen im Mai gesteigert und eine Erholung der Staatsanleihen nach einem starken Ausverkauf Mitte des Monats unterstützt. Die faktische Schließung der Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hatte die Energiepreise in die Höhe getrieben und Sorgen über einen Inflationsschub ausgelöst.

ISM-Einkaufsmanagerindex im Fokus

Am Montag richtet sich der Blick der Händler auch auf den ISM-Einkaufsmanagerindex für das US-verarbeitende Gewerbe im Mai. Erwartet wird ein Wert von 53,3, nach 52,7 im Vormonat. Ein Wert über 50 signalisiert eine Expansion der Wirtschaftsaktivität.

Ökonomen gehen zudem davon aus, dass der Preisindex – ein Maßstab für die von Unternehmen gezahlten Preise und damit ein Inflationsindikator – von 84,6 im April leicht auf 85,3 ansteigen wird. Die Auswirkungen des Iran-Krieges überschatten seit Wochen die Wirtschaftsdaten, da sich Anleger sowohl auf einen Inflationssprung als auch auf eine mögliche Wachstumsverlangsamung einstellen.

Nvidia präsentiert neuen Prozessor für Windows-PCs

Nvidia hat auf der COMPUTEX-Konferenz in Taiwan einen neuen Prozessor für Microsofts Windows-Plattform vorgestellt. CEO Jensen Huang präsentierte die neue Reihe von „Superchips" – den RTX Spark – im Rahmen einer Keynote. Der RTX Spark enthält den neuen N1X-Prozessor von Nvidia, der gemeinsam mit Microsoft entwickelt und von der taiwanesischen Firma MediaTek entworfen wurde. Die Prozessoren basieren auf der Plattform des Chipdesigners Arm.

Huang erklärte, die Chips seien in erster Linie für den Betrieb lokal gehosteter Agenten für künstliche Intelligenz gedacht. Nvidia habe bei der Softwareplattform eng mit Windows zusammengearbeitet. Die neuen Prozessoren sollen in einer Reihe von Laptops und Desktop-PCs zum Einsatz kommen.

Us-FuturesIran KonfliktÖlpreisNvidia Rtx SparkStraße Von HormusIsm EinkaufsmanagerindexNasdaq

Disclaimer