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US-Justizministerium genehmigt Paramounts Warner-Übernahme für 111 Milliarden Dollar

Grünes Licht aus Washington: Der milliardenschwere Hollywood-Deal zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery passiert die Kartellbehörde ohne Auflagen.

US-Justizministerium genehmigt Paramounts Warner-Übernahme für 111 Milliarden Dollar

Das US-Justizministerium hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ohne jegliche Auflagen genehmigt. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss weder den Wettbewerb noch amerikanische Verbraucher schädigt – weder im TV- und Streaming-Geschäft noch in der Filmproduktion. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von rund 111 Milliarden Dollar.

Damit ist eine entscheidende Hürde für die Megafusion in Hollywood genommen. Allerdings laufen parallel noch Wettbewerbsprüfungen in mehreren US-Bundesstaaten sowie in anderen Ländern – darunter auch in Europa. Das endgültige Closing des Deals steht damit noch aus.

Ellison-Familie und der Trump-Faktor

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als enger Unterstützer von US-Präsident Donald Trump gilt. Geführt wird Paramount von Larrys Sohn David Ellison, einem Filmproduzenten, der mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery das Gewicht seines Unternehmens in Hollywood deutlich ausbauen will. Paramount gilt bislang als einer der kleineren Player der Branche.

Ursprünglich hatte Netflix im vergangenen Jahr eine Einigung mit Warner über den Kauf von dessen Streaming- und Studiogeschäft erzielt. Doch Paramount überbот den Streaming-Riesen mit einem höheren Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery – inklusive der Fernsehsender wie CNN.

CNN-Unabhängigkeit im Fokus

Genau dieser Punkt sorgt in den USA für politische Diskussionen. Trump-Kritiker befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount seine redaktionelle Unabhängigkeit einbüßen könnte. Der Nachrichtensender berichtete in der Vergangenheit häufig kritisch über den Präsidenten. Trump selbst hatte mehrfach betont, ihm sei wichtig, dass CNN bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt.

Als Warnsignal gilt vielen Beobachtern die Entwicklung beim Paramount-eigenen Sender CBS: Dessen Nachrichtenredaktion fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie durch eine wohlwollendere Berichterstattung gegenüber der Trump-Regierung auf. In der bekannten Reportage-Sendung „60 Minutes" wurden zudem einige Korrespondenten entlassen, die öffentlich politischen Druck beklagten.

Starkes Portfolio lockt Paramount

Für Paramount ist der strategische Reiz der Übernahme offensichtlich. Warner Bros. Discovery verfügt über ein beeindruckendes Inhalte-Portfolio: Dazu gehören das DC-Superhelden-Universum mit Figuren wie Superman und Batman, die erfolgreiche „Harry Potter"-Filmreihe sowie ein starkes Streaming-Geschäft rund um den Bezahlsender HBO. Mit diesen Assets würde Paramount in der Liga der großen Hollywood-Studios aufsteigen und könnte besser gegen Konkurrenten wie Disney oder Netflix bestehen.

Für Privatanleger bleibt die Transaktion ein wichtiges Signal für die anhaltende Konsolidierung im globalen Medien- und Entertainmentsektor. Die endgültige Freigabe durch alle zuständigen Behörden weltweit bleibt der entscheidende nächste Schritt.

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