US-Kampfjet über dem Iran abgestürzt: Such- und Rettungsaktion läuft
Erstmals seit Kriegsbeginn ist ein US-Kampfjet über iranischem Territorium abgestürzt. Eine Rettungsaktion für die Besatzung ist angelaufen.

Eine Such- und Rettungsaktion für die Besatzung eines über dem Iran abgestürzten US-Kampfjets ist in vollem Gange. Es handelt sich nach übereinstimmenden Berichten von mit der Angelegenheit vertrauten Personen um den ersten bekannten Verlust eines amerikanischen Militärjets über iranischem Territorium seit Beginn des aktuellen Konflikts. Der Vorfall markiert eine gefährliche Eskalationsstufe in den ohnehin angespannten Auseinandersetzungen im Nahen Osten.
Der iranische Staatssender IRIB erklärte, dass ein amerikanisches Kampfflugzeug von der Luftabwehr der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) ins Visier genommen worden sei. Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Sicherheitsdiensten des Landes nahesteht, verbreitete zudem Fotos, die angeblich Wrackteile des abgeschossenen Jets zeigen. Unabhängig überprüft werden konnten diese Aufnahmen bislang nicht.
Hintergrund: Operation Epic Fury und USS Gerald R. Ford
Der Vorfall ereignet sich inmitten einer laufenden US-Militäroperation in der Region. Der weltweit größte Flugzeugträger, die USS Gerald R. Ford, soll nach Reparaturarbeiten infolge eines Feuers an Bord wieder an der sogenannten Operation Epic Fury teilnehmen. Der Träger gilt als zentrales Machtinstrument der US-Marine im Nahen Osten und ist Heimat für Dutzende Kampfflugzeuge sowie Tausende Soldaten.
Die Islamischen Revolutionsgarden sind eine Elitetruppe der iranischen Streitkräfte, die direkt dem Obersten Führer Ali Chamenei unterstehen. Sie verfügen über ein weitreichendes Luftabwehrsystem, das in der Vergangenheit bereits mehrfach ausländische Drohnen abgeschossen hat. Ein erfolgreicher Abschuss eines bemannten US-Kampfjets wäre jedoch ein bislang beispielloser Vorgang.
Erste bekannte Verluste über iranischem Staatsgebiet
Für das US-Militär stellt der Verlust eines Kampfjets über iranischem Territorium ein erhebliches taktisches und diplomatisches Problem dar. Neben dem materiellen Schaden – moderne Kampfjets kosten je nach Typ zwischen 70 und über 100 Millionen US-Dollar – steht vor allem das Schicksal der Besatzung im Vordergrund. Such- und Rettungsmissionen in feindlichem Gebiet gehören zu den gefährlichsten Einsätzen des Militärs überhaupt.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Situation erinnert an den Abschuss einer US-Drohne durch den Iran im Jahr 2019, der damals beinahe zu einem offenen militärischen Konflikt zwischen Washington und Teheran geführt hatte. Auch damals betonte der Iran, seine Lufthoheit zu verteidigen, während die USA die Rechtmäßigkeit des Abschusses bestritten.
Weitere Details zu dem abgestürzten Jet – darunter Typ, Einsatzort und genaue Umstände des Absturzes – lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor. Das US-Verteidigungsministerium hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Beobachter rechnen in den kommenden Stunden mit einer offiziellen Stellungnahme aus Washington.


