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US-LNG-Aktien fallen nach Öffnung der Straße von Hormus

Der Iran öffnet die Straße von Hormus für alle Handelsschiffe – US-Flüssigerdgas-Unternehmen reagieren mit deutlichen Kursverlusten.

US-LNG-Aktien fallen nach Öffnung der Straße von Hormus

US-amerikanische Flüssigerdgas-Unternehmen (LNG) verzeichneten am Freitag im vorbörslichen Handel erhebliche Kursverluste. Auslöser war die Ankündigung des Iran, die strategisch bedeutsame Straße von Hormus während des laufenden Waffenstillstands im Libanon für die gesamte Handelsschifffahrt offenzuhalten.

Besonders stark traf es Venture Global, dessen Aktie um 6 Prozent nachgab. NextDecade verlor 5,8 Prozent, während Cheniere Energy – einer der größten LNG-Exporteure der USA – um 4,1 Prozent sank. Die Kursverluste spiegeln die unmittelbare Marktreaktion auf die geopolitische Entspannung in der Region wider.

Irans Außenminister gibt Entwarnung

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi verkündete die Entscheidung über den Kurznachrichtendienst X. Er erklärte, dass die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für den verbleibenden Zeitraum des Waffenstillstands vollständig offen sei. In der Ankündigung wurde zudem präzisiert, dass Schiffe die bereits von der Hafen- und Schifffahrtsorganisation der Islamischen Republik Iran bekanntgegebene koordinierte Route nutzen sollten.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch diese enge Meerenge zwischen dem Iran und Oman wird ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gashandels abgewickelt. Eine Sperrung oder Einschränkung der Durchfahrt hätte weitreichende Folgen für die weltweiten Energiemärkte – und würde die Nachfrage nach alternativen Lieferwegen, etwa über US-amerikanisches LNG, potenziell steigern.

Rohölpreise unter Druck

Auch der Ölmarkt reagierte deutlich auf die Nachricht. WTI-Rohöl-Futures fielen nach der Ankündigung um rund 11 Prozent und notierten knapp über 84 US-Dollar je Barrel. Der Rückgang verdeutlicht, wie sensibel die Energiemärkte auf Meldungen aus der Golfregion reagieren.

Für US-LNG-Unternehmen bedeutet eine entspannte Lage in der Straße von Hormus in der Regel weniger Druck auf die globalen Energieversorgungsketten. Wenn die Route frei passierbar ist, sinkt die Dringlichkeit, alternative Lieferquellen wie amerikanisches Flüssigerdgas zu erschließen – was sich direkt auf die Bewertung der entsprechenden Unternehmen auswirkt.

Die Entwicklungen zeigen einmal mehr, wie eng die Aktienkurse von Energieunternehmen mit geopolitischen Ereignissen verknüpft sind. Anleger, die in LNG-Werte investiert sind, müssen die Lage im Nahen Osten und am Persischen Golf daher stets im Blick behalten.

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