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US-Märkte unter Druck: KI-Sorgen und Ölpreise belasten Wall Street

Dow Jones verliert 307 Punkte, während KI-Unsicherheiten und Nahost-Spannungen die Stimmung an der Wall Street trüben.

US-Märkte unter Druck: KI-Sorgen und Ölpreise belasten Wall Street

Die US-Aktienmärkte haben am Montag nachgegeben. Sorgen rund um künstliche Intelligenz sowie eskalierende Spannungen im Nahen Osten belasteten die Stimmung der Anleger und drückten die wichtigsten Indizes ins Minus.

Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete die stärksten Verluste und sank um 0,6 Prozent bzw. 307 Punkte. Der S&P 500 gab um 0,2 Prozent nach. Der Nasdaq Composite schloss nur geringfügig tiefer – mit einem Minus von weniger als 0,1 Prozent – nachdem er im frühen Handel zwischenzeitlich noch mehr als 1 Prozent im Plus gelegen hatte.

Halbleiteraktien erholen sich teilweise

Trotz des schwachen Gesamtmarktes konnten Halbleiterunternehmen und andere Werte aus dem KI-Infrastrukturbereich am Montag etwas Boden gutmachen. Aktien wie Micron Technology, Sandisk und Seagate Technology, die in der Vorwoche noch zweistellig gefallen waren, legten am Montag jeweils um mehr als 1 Prozent zu.

Die Erholung fand statt, obwohl der chinesische Technologiekonzern Alibaba ein neues KI-Modell vorstellte – bereits das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass China seine Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz unter Beweis stellte. Solche Meldungen hatten zuletzt Fragen über die Wettbewerbsfähigkeit westlicher KI-Anbieter aufgeworfen und Druck auf entsprechende Aktien ausgeübt.

Jeff McClean, Chief Executive Officer von Solidarity Wealth, kommentierte die Lage am Markt: „Kurzfristig denke ich, dass die Party weitergeht." Gleichzeitig verwies er auf längerfristige Unsicherheiten: „Langfristig gibt es gewisse Bedenken – können diese Gewinne kontinuierlich mithalten?" In den vergangenen Wochen hätten Anleger Halbleiteraktien und andere hochfliegende KI-Werte einer erneuten kritischen Prüfung unterzogen, so McClean.

Ölpreise steigen durch Nahost-Eskalation

Parallel zu den Aktienmärkten zogen die Ölpreise deutlich an. Die Brent-Rohöl-Futures stiegen um 1,3 Prozent auf 89,22 US-Dollar pro Barrel. Die US-Referenzsorte WTI legte um 0,9 Prozent auf 83,23 US-Dollar zu.

Zu Handelsbeginn hatten die Brent-Futures sogar kurzzeitig die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel überschritten. Auslöser war eine Verschärfung der Auseinandersetzungen zwischen Washington und Teheran am Wochenende. Die Gewinne wurden jedoch teilweise wieder abgegeben, nachdem der Iran bekanntgab, Vermittlungsvorschläge erhalten zu haben, die eine weitere Eskalation verhindern sollen.

Die Kombination aus geopolitischen Risiken im Nahen Osten und anhaltenden Fragen zur Bewertung von KI-Unternehmen sorgt damit weiterhin für Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten. Für deutsche Anleger mit Engagements in US-Technologiewerten oder Energieaktien bleibt die Lage volatil und beobachtungswürdig.

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