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US-Medienkonzern verklagt Google wegen KI-Zusammenfassungen

Streit dreht sich um Monopolvorwürfe, Werbeeinnahmen und ein Verfahren in Washington

US-Medienkonzern verklagt Google wegen KI-Zusammenfassungen

Ein US-Medienkonzern hat Klage gegen Google eingereicht und wirft dem Internetunternehmen Monopolmissbrauch vor. Hintergrund sind die von Google angebotenen KI-Zusammenfassungen, die bei Suchanfragen direkt über den eigentlichen Treffern erscheinen. Nach Ansicht des Verlagshauses Penske Media, zu dem bekannte Titel wie Rolling Stone und Billboard gehören, werden Nutzer dadurch davon abgehalten, die ursprünglichen Webseiten zu besuchen. Die Medien betonen, dass ihr Geschäftsmodell auf Werbeeinnahmen angewiesen sei, die nur durch den Besuch der eigenen Seiten zustande kommen.

Die Klage wurde in Washington eingereicht, wo ein Gericht bereits im vergangenen Jahr festgestellt hatte, dass Google ein Monopol bei der Websuche innehat. Penske Media argumentiert, dass die Suchmaschine ihre dominierende Stellung missbrauche, um selbst zur Anlaufstelle für Informationen zu werden, anstatt lediglich auf andere Webseiten zu verweisen. Webseiten-Betreiber müssten zudem akzeptieren, dass Google ihre Inhalte für die Erstellung der KI-Überblicke nutzt, was aus Sicht der Kläger einen Verstoß gegen das US-Wettbewerbsrecht darstellt.

Google reagierte auf die Vorwürfe mit einer Zurückweisung. Ein Sprecher erklärte, dass die KI-Zusammenfassungen die Nutzung der Suchmaschine attraktiver machten und den Anwendern halfen, schneller relevante Informationen zu finden. Gleichzeitig leite Google nach eigenen Angaben täglich Milliarden von Klicks an externe Seiten weiter. Durch die neuen Überblicksfunktionen werde die Vielfalt an Inhalten im Netz sogar vergrößert. Das Unternehmen verweist darauf, dass es den Einsatz der KI-Überblicke seit dem vergangenen Jahr zunehmend ausgeweitet habe und das Geschäftsfeld rasant wachse.

Die Klage fällt in eine Zeit, in der Google bereits verstärkt unter Druck steht. In den USA war der Konzern zuletzt mit der Forderung nach einer Zerschlagung konfrontiert, nachdem ein Gericht das Unternehmen wegen eines illegalen Monopols verurteilt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte den Zwangsverkauf zentraler Produkte wie des Browsers Chrome oder des Betriebssystems Android gefordert. Ein Bundesrichter entschied Anfang September jedoch, dass Google diese Geschäftsbereiche behalten darf. Allerdings wurde die Muttergesellschaft Alphabet verpflichtet, bestimmte Daten der Suchmaschine mit Konkurrenten zu teilen, um den Wettbewerb zu stärken.

Parallel dazu sieht sich Google auch in Europa mit Sanktionen konfrontiert. Die EU-Kommission hatte dem Unternehmen kürzlich eine Milliardenstrafe auferlegt, weil es nach Auffassung der Wettbewerbshüter eigene Online-Werbedienstleistungen bevorzugt und damit andere Anbieter benachteiligt habe. US-Präsident Donald Trump stellte sich nach Bekanntwerden der Strafe hinter Google und warf der EU vor, amerikanische Investitionen und Arbeitsplätze zu gefährden. Er drohte indirekt mit Zöllen, sollte die Maßnahme nicht zurückgenommen werden.

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