US-Postdienst plant 8% Treibstoffzuschlag wegen steigender Ölpreise
Der USPS beantragt einen temporären Aufschlag auf Paketsendungen – ausgelöst durch den Iran-Konflikt und explodierende Energiekosten.

Der U.S. Postal Service (USPS) hat am Mittwoch beantragt, einen vorübergehenden Treibstoffzuschlag von 8% auf bestimmte Paket- und Expresssendungen einzuführen. Hintergrund sind drastisch gestiegene Transportkosten, die maßgeblich auf den Iran-Konflikt und die damit verbundenen Ölpreisanstiege zurückzuführen sind. Der Antrag liegt nun bei der Postal Regulatory Commission zur Genehmigung vor.
Sofern die Regulierungsbehörde zustimmt, soll der Zuschlag bereits am 26. April in Kraft treten und bis zum 17. Januar 2027 gelten. Betroffen wären die Produkte Priority Mail Express, Priority Mail, USPS Ground Advantage sowie Parcel Select. Briefmarken für First-Class-Sendungen und andere Standardpostdienste bleiben von dem Aufschlag ausgenommen.
Ölpreise seit Iran-Angriff um über 40% gestiegen
Der Auslöser für den Kostensprung liegt im Nahen Osten: Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar sind die Ölpreise um mehr als 40% in die Höhe geschossen. Für den USPS, der eine riesige Fahrzeugflotte für die landesweite Zustellung betreibt, schlägt dieser Preisanstieg direkt auf die Betriebskosten durch.
Die privaten Konkurrenten FedEx und UPS erheben bereits seit Jahren Treibstoffzuschläge auf ihre Lieferungen. Seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts haben auch diese Unternehmen ihre Aufschläge deutlich angehoben. Der USPS zieht nun nach, um die gestiegenen Kosten zumindest teilweise weiterzugeben.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Versandhändler und Unternehmen, die Waren in die USA exportieren oder von dort importieren, könnte der Zuschlag die Logistikkosten spürbar erhöhen. Auch für Endverbraucher, die regelmäßig Pakete über den US-Postdienst versenden, bedeutet der Aufschlag höhere Ausgaben – zumindest bis Januar 2027.


