US-Privatsektor schafft im März 62.000 neue Stellen
Der ADP-Beschäftigungsbericht übertrumpft die Erwartungen der Ökonomen deutlich und signalisiert einen stabilen US-Arbeitsmarkt.

Der US-amerikanische Privatsektor hat im März 2026 erneut Beschäftigung aufgebaut. Laut dem monatlichen ADP-Bericht entstanden 62.000 neue Stellen, nachdem der Februar mit einem nach oben korrigierten Zuwachs von 66.000 Stellen abgeschlossen hatte. Damit übertrafen die Zahlen die Erwartungen der von Reuters befragten Ökonomen, die lediglich mit einem Plus von 40.000 Stellen gerechnet hatten.
Der ADP-Bericht wird in Zusammenarbeit mit dem Stanford Digital Economy Lab erstellt und gilt als erster wichtiger Gradmesser für den US-Arbeitsmarkt im jeweiligen Monat. Er erscheint traditionell vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics (BLS), der am Freitag veröffentlicht wird. Allerdings ist die Vorhersagekraft des ADP-Berichts für die BLS-Zahlen begrenzt – Experten betonen regelmäßig dessen eingeschränkte Zuverlässigkeit als Indikator.
Blick auf den offiziellen BLS-Bericht
Für den umfassenderen BLS-Arbeitsmarktbericht erwarten Ökonomen laut einer Reuters-Umfrage eine Erholung der Gesamtbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 60.000 Stellen. Im Februar war diese Kennzahl noch um 92.000 Stellen gesunken – ein Rückgang, der auf einen Streik im Gesundheitswesen sowie ungewöhnlich kalte Temperaturen zurückgeführt wurde. Mit dem Ende des Streiks und steigenden Temperaturen dürfte sich die Lage nun normalisiert haben.
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Zur AktienanalyseIm Privatsektor rechnen Analysten für den BLS-Bericht mit einem Anstieg um 70.000 Stellen, nachdem dieser im Vormonat um 86.000 eingebrochen war. Die Arbeitslosenquote dürfte stabil bei 4,4 Prozent verharren. Für deutsche Anleger sind diese Daten bedeutsam, da der US-Arbeitsmarkt als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Stärke der weltgrößten Volkswirtschaft gilt und direkten Einfluss auf die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve hat.


