US-Regierung vor Shutdown: DHS-Finanzierung blockiert
Die US-Regierung steuert auf einen teilweisen Shutdown zu, der am Samstag um 00:01 Uhr Ortszeit beginnen könnte. Auslöser ist ein tödlicher Polizeieinsatz in Minneapolis, der die Verabschiedung des Haushalts für das Heimatschutzministerium blockiert.

Die Vereinigten Staaten stehen unmittelbar vor einem teilweisen Regierungsstillstand. Ab Samstag, 00:01 Uhr Ostküstenzeit, könnten Teile der Bundesverwaltung ihre Arbeit einstellen müssen. Anders als beim großflächigen Shutdown im vergangenen Jahr wäre diesmal hauptsächlich das Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) und einige weitere Behörden betroffen.
Tödlicher Polizeieinsatz als Auslöser
Der Grund für die Blockade ist ein tragischer Vorfall in Minneapolis. Die Tötung von Alex Pretti, einem 37-jährigen Intensivpfleger, durch Bundesbeamte hat im Senat heftigen Widerstand der Demokraten ausgelöst. Es handelt sich bereits um den zweiten tödlichen Einsatz gegen einen US-Bürger in der Stadt innerhalb kurzer Zeit. Die Demokraten weigern sich nun, einer vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Finanzierungsvorlage zuzustimmen.
Haushaltspaket über 1,2 Billionen Dollar
Das umstrittene Gesetzespaket hat ein Volumen von mehr als 1,2 Billionen US-Dollar und wurde vergangene Woche vom Repräsentantenhaus gebilligt. Es soll die Finanzierung des DHS und weiterer Bundesbehörden sicherstellen. Der Großteil der übrigen Bundesverwaltung wäre von einem Shutdown nicht betroffen, da deren Haushalte bereits gesichert sind.
Was bedeutet ein Shutdown?
Bei einem Regierungsstillstand müssen betroffene Bundesbehörden ihre nicht-essentiellen Dienste einstellen. Mitarbeiter werden beurlaubt oder müssen ohne sofortige Bezahlung arbeiten. Kritische Bereiche wie Sicherheitsdienste bleiben jedoch operational. Für die US-Wirtschaft und die Finanzmärkte könnte ein längerer Shutdown negative Folgen haben, auch wenn der aktuelle nur Teile der Verwaltung betreffen würde.
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Zur AktienanalyseVerhandlungen laufen auf Hochtouren
Die Zeit drängt: Bis Freitag Mitternacht müssen sich Repräsentantenhaus und Senat einigen. Die Demokraten fordern Konsequenzen und Aufklärung im Fall Pretti, bevor sie dem Haushaltsgesetz zustimmen. Die Republikaner hingegen drängen auf eine schnelle Verabschiedung, um den Shutdown zu vermeiden. Ob eine Einigung in letzter Minute gelingt, ist derzeit offen.


