US-Senat bestätigt TSA-Chef – Trump privatisiert Flughafensicherheit
David Cummins von Serco wird neuer TSA-Leiter, während die Trump-Administration die Privatisierung der Flughafensicherheit vorantreibt.

Der US-Senat hat am Freitag, dem 7. August, David Cummins als neuen Leiter der Transportation Security Administration (TSA) bestätigt. Cummins ist Senior Vice President beim Dienstleistungsunternehmen Serco und wurde gemeinsam mit Dutzenden weiterer Nominierter mit 51 zu 47 Stimmen bestätigt. Die Abstimmung markiert einen wichtigen Schritt in der Umstrukturierung der US-Flughafensicherheit unter Präsident Donald Trump.
Neben Cummins wurden unter anderem Christopher Phelan als Vorsitzender des Wirtschaftsberaterstabs des Weißen Hauses (Council of Economic Advisers) sowie Cameron Hamilton als Leiter der Bundesagentur für Katastrophenschutz (FEMA) bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurden Mitglieder der Consumer Product Safety Commission, des National Transportation Safety Board und des Surface Transportation Board.
Drastische Budgetkürzungen und Stellenabbau geplant
Die TSA beschäftigt rund 60.000 Mitarbeiter und ist für die Sicherheitsabläufe an US-amerikanischen Flughäfen zuständig. Präsident Trump hatte im April vorgeschlagen, mehr als 9.400 Stellen zu streichen und das Jahresbudget der Behörde um rund 1,5 Milliarden US-Dollar zu kürzen – ein Rückgang von etwa 20 Prozent. Diese Pläne stoßen in der Branche auf erheblichen Widerstand.
Serco, das Unternehmen, aus dem der neue TSA-Chef Cummins kommt, bietet Ingenieurs-, IT- und Schulungsdienstleistungen für Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie für gewerbliche Kunden an. Die Ernennung eines Managers aus dem privaten Sektor gilt als Signal für die Privatisierungsagenda der Trump-Administration.
Privatisierung an kleineren Flughäfen nimmt Fahrt auf
Trump schlug zudem vor, kleinere Flughäfen zur Nutzung privater Sicherheitsdienste zu verpflichten. Dieser Schritt würde in einer ersten Phase mehr als 4.500 Stellen bei der TSA einsparen. Die Flughäfen in Tampa, Des Moines (Iowa) und Charleston (South Carolina) haben bereits erklärt, die Privatisierung der Flughafensicherheit vorantreiben zu wollen.
Dabei ist privates Sicherheitspersonal an US-Flughäfen kein völliges Novum: Etwa 20 Flughäfen – darunter jene in San Francisco, Kansas City und Sarasota (Florida) – setzen bereits seit Jahren auf private Sicherheitsdienste. Die TSA selbst wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegründet, um die Sicherheit an amerikanischen Flughäfen bundesweit zu vereinheitlichen und zu gewährleisten.
Branchenverband und turbulente Vorgeschichte
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Zur AktienanalyseAirlines for America, der Branchenverband der großen US-Fluggesellschaften, hat sich klar gegen den Vorschlag ausgesprochen, kleinere Flughäfen zur Nutzung privater Sicherheitsdienste zu verpflichten. Die Luftfahrtbranche befürchtet offenbar Qualitäts- und Sicherheitseinbußen durch den Wechsel.
Hinzu kommt eine turbulente Vorgeschichte: Trump entließ den bisherigen TSA-Chef David Pekoske bereits an seinem ersten Amtstag im Jahr 2025 und nominierte erst 16 Monate später einen Nachfolger. Pekoske war ursprünglich von Trump selbst während seiner ersten Amtszeit nominiert worden; Ex-Präsident Joe Biden hatte ihn anschließend für eine zweite fünfjährige Amtszeit vorgeschlagen.
Besonders belastend für die Behörde war ein langwieriger Regierungsstillstand (Government Shutdown) im Frühjahr 2025, der rund 50.000 TSA-Mitarbeiter zwang, sechs Wochen lang ohne Bezahlung zu arbeiten. Die Folgen waren gravierend: An Sicherheitskontrollen bildeten sich Warteschlangen von vier Stunden und mehr, was den Flugbetrieb in den USA erheblich störte.


