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US-Senat prüft ISS-Verlängerung bis 2032 und NASA-Mondbasis

Ein Senatsausschuss berät am 4. März über zwei Jahre längere ISS-Laufzeit und eine permanente Mondstation.

US-Senat prüft ISS-Verlängerung bis 2032 und NASA-Mondbasis

Der Ausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr des US-Senats will am 4. März über eine Verlängerung der Internationalen Raumstation (ISS) abstimmen. Statt der bisher geplanten Stilllegung im Jahr 2030 soll die ISS nun bis 2032 in Betrieb bleiben. Der Schritt genießt parteiübergreifende Unterstützung: Ausschussvorsitzender Ted Cruz und die demokratische Senatorin Maria Cantwell befürworten die Maßnahme gemeinsam.

Hintergrund ist die wachsende Konkurrenz durch China im Weltraum. Peking wirbt aktiv um internationale Partner für seine eigene Raumstation Tiangong und plant für 2030 eine bemannte Mondlandung. Die USA wollen privaten Unternehmen mehr Zeit geben, einen kommerziellen Nachfolger für die ISS zu entwickeln.

Lücke bei bemannten Missionen droht

Die NASA finanziert derzeit erste Konzeptstudien für kommerzielle Raumstationen, an denen unter anderem Jeff Bezos' Blue Origin und das Unternehmen Voyager beteiligt sind. Einige dieser Firmen haben bislang jedoch kaum sichtbare Fortschritte erzielt. Experten befürchten daher eine gefährliche Lücke bei bemannten US-Aktivitäten in der erdnahen Umlaufbahn.

Die ISS befindet sich seit mehr als zwei Jahrzehnten im Orbit und zeigt zunehmend Alterserscheinungen. Kleine Lecks sind in den vergangenen Jahren aufgetreten. Die NASA hat SpaceX bereits damit beauftragt, ein Raumschiff zu entwickeln, das die Station nach ihrer Stilllegung kontrolliert zum Absturz in die Erdatmosphäre bringen soll.

Mondbasis als Sprungbrett zum Mars

Neben der ISS-Verlängerung soll der Gesetzentwurf auch eine verbindliche Anforderung an die NASA enthalten, im Rahmen des Artemis-Programms eine permanente Basis auf der Mondoberfläche zu errichten. Diese soll langfristige Erfahrungen für künftige Mars-Missionen liefern. SpaceX-Chef Elon Musk signalisierte Anfang Februar seine Unterstützung für diese Architektur.

Im Artemis-Programm entwickeln sowohl SpaceX mit seiner Starship-Rakete als auch Blue Origin mit der Blue-Moon-Landefähre Mondlandungssysteme. Die NASA forciert dabei bewusst den Wettbewerb zwischen beiden Unternehmen, um die Entwicklungszeitpläne zu beschleunigen. Der geopolitische Druck durch Chinas Mondambitionen verleiht diesem Wettlauf zusätzliche Dringlichkeit.

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