USA erlauben NIS vorübergehenden Raffineriebetrieb
Befristete Lizenz ermöglicht Wiederaufnahme der Produktion in Pancevo bis Ende Januar

Der serbische Ölkonzern NIS hat von den Vereinigten Staaten eine befristete Genehmigung erhalten, den Betrieb seiner Raffinerie wieder aufzunehmen. Damit kann das Unternehmen die Produktion nach einer 36-tägigen Unterbrechung fortsetzen. Die Lizenz gilt bis zum 23. Januar 2026 und wurde von der zuständigen Behörde des US-Finanzministeriums erteilt. Die Entscheidung ermöglicht es der Raffinerie im serbischen Pancevo, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen, nachdem sie aufgrund von Sanktionen gegen den russischen Energiesektor stillgestanden hatte.
Die US-Sanktionen waren im Oktober verhängt worden und richteten sich gegen NIS als mehrheitlich russisch kontrolliertes Unternehmen. In der Folge kam es zu einem Stopp der Rohöllieferungen über die kroatische Pipelinegesellschaft JANAF, was die Produktion in der Raffinerie vollständig zum Erliegen brachte. Seit Jahresbeginn hatten die US-Behörden jedoch mehrfach zeitlich begrenzte Ausnahmen genehmigt, um laufende Prozesse und Gespräche zu ermöglichen.
Die serbische Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic bestätigte, dass die Genehmigung den regulären Betrieb der Raffinerie bis zum festgelegten Datum erlaubt. Parallel dazu teilte JANAF mit, ebenfalls eine entsprechende Lizenz erhalten zu haben, die den Transport von Öl für NIS bis zum 23. Januar 2026 gestattet. Damit sind sowohl die Verarbeitung als auch die logistische Versorgung vorübergehend abgesichert.
Unabhängig davon bleibt die Eigentümerstruktur von NIS ein zentrales Thema. Der russische Energiekonzern Gazprom hält einen Minderheitsanteil, während dessen Tochtergesellschaft Gazprom Neft den größten Anteil besitzt. Der serbische Staat ist ebenfalls beteiligt, ergänzt durch kleinere Aktionäre und Mitarbeiter. Die US-Behörden haben NIS bis zum 24. März Zeit eingeräumt, um über einen möglichen Verkauf der russischen Beteiligungen zu verhandeln.
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Zur AktienanalyseSerbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte erklärt, dass Gespräche mit dem ungarischen Energiekonzern MOL über einen möglichen Einstieg geführt würden. Diese Verhandlungen stehen im Zusammenhang mit den Sanktionen und den Bemühungen, die langfristige Stabilität des Unternehmens zu sichern. Die nun erteilte Betriebslizenz verschafft NIS einen begrenzten zeitlichen Spielraum, während über die zukünftige Eigentümerstruktur und die Auswirkungen der internationalen Sanktionen weiter verhandelt wird.

