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USA erwarten baldige Einigung zur Straße von Hormus

Washington will iranische Häfen-Blockade aufheben, sobald Teheran freie Schifffahrt durch die strategische Meerenge garantiert.

USA erwarten baldige Einigung zur Straße von Hormus

Die Vereinigten Staaten rechnen damit, dass der Iran und der Oman in Kürze eine Einigung erzielen werden, die den kommerziellen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederherstellt. Das berichtete Reuters am Freitag exklusiv unter Berufung auf einen US-Beamten. Washington werde die Blockade iranischer Häfen aufheben, sobald ein entsprechendes Abkommen bekannt gegeben werde und der Iran kommerziellen Schiffen die ungehinderte Durchfahrt gestatte.

„Es gibt Fortschritte zwischen dem Oman und dem Iran in Bezug auf die Meerenge, und wir erwarten bald eine Einigung", zitiert Reuters den US-Beamten. Gleichzeitig machte dieser deutlich, dass die Maßnahmen der USA davon abhängen würden, ob Teheran seine Verpflichtungen tatsächlich erfülle. Die Formulierung signalisiert eine vorsichtige, aber erkennbar optimistische Haltung Washingtons.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs passierte die Wasserstraße, bevor die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begannen. Seitdem haben Angriffe auf Schiffe sowie vom Iran erhobene Transitgebühren die Energiepreise in die Höhe getrieben und den Inflationsdruck weltweit verstärkt.

Schwere Schäden für die Schifffahrt

Die konkreten Folgen des Konflikts für die Schifffahrt sind erheblich. Die Abu Dhabi National Oil Company teilte am Freitag mit, dass seit Beginn des Konflikts 15 ihrer Schiffe in der Meerenge angegriffen wurden. Bei diesen Angriffen wurde ein Besatzungsmitglied getötet und 20 weitere verletzt. Die Zahlen verdeutlichen, wie gefährlich die Route für Handels- und Energieschiffe geworden ist.

Ein Abkommen über die Meerenge, die den Iran und den Oman trennt, wird als entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer umfassenderen Friedensregelung in dem seit fünf Monaten andauernden Konflikt angesehen. Frühere Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand waren gescheitert. Das US-Zentralkommando hat jedoch seit dem 29. Juli keine Angriffe gegen den Iran mehr gemeldet, was als positives Signal gewertet werden kann.

Sunnitischer Verteidigungspakt in Mekka unterzeichnet

Parallel zu den Verhandlungen um die Meerenge verschärften sich die regionalen Sicherheitsbedenken auf anderer Ebene. Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei unterzeichneten in Mekka einen kollektiven Verteidigungspakt. Das Abkommen sieht vor, dass ein bewaffneter Angriff auf eines der drei Länder als Angriff auf alle drei gewertet wird – ein Prinzip, das an Artikel 5 des NATO-Vertrags erinnert.

Die Türkei betonte, der Pakt sei rein defensiver Natur und richte sich nicht gegen ein bestimmtes Land. Dennoch wurde er vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen mit dem Iran geschlossen, was die geopolitische Dimension des Abkommens unterstreicht. Die Allianz der drei sunnitischen Mächte dürfte die Kräfteverhältnisse in der Region nachhaltig beeinflussen.

Unabhängig davon einigten sich der Libanon und Israel auf eine engere Auswahl von Ländern, die Truppen zur Überprüfung der Entwaffnung der Hisbollah bereitstellen könnten. Dies geschieht im Rahmen einer von den USA vermittelten Vereinbarung. Auch der iranische Präsident Masud Peseschkian verteidigte die laufenden Verhandlungen mit Washington gegen innenpolitische Kritik und erklärte, die meisten hochrangigen Militärbefehlshaber unterstützten die Gespräche, die auf eine Beendigung der Kämpfe abzielen.

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