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USA führen zwölfte Nacht in Folge Luftangriffe auf Iran durch

Das US-Militär setzt seine Angriffsserie auf iranische Militärziele fort – mit maritimen, Raketen- und Luftabwehrzielen.

USA führen zwölfte Nacht in Folge Luftangriffe auf Iran durch

Das US-Militär hat auf Anweisung von Präsident Donald Trump die zwölfte aufeinanderfolgende Nacht von Luftschlägen gegen den Iran abgeschlossen. Das US Central Command bestätigte am Mittwoch, den 22. Juli, die jüngste Angriffsserie, die insgesamt fünf Stunden andauerte.

„Die US-Streitkräfte griffen iranische Militärziele an, darunter maritime Kapazitäten, Lagerstätten für Raketen und Drohnen, Küstenüberwachungsstationen sowie Luftabwehranlagen", erklärte das US Central Command in einer offiziellen Stellungnahme. Im Juli haben US-Streitkräfte demnach Dutzende iranische Militärstandorte an Land ins Visier genommen und gleichzeitig eine Seeblockade gegen den Iran wieder aufgenommen.

Hintergrund: Wie der Konflikt begann

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran begann laut den vorliegenden Informationen am 28. Februar, als die USA und Israel den Iran gemeinsam angriffen. Der Iran reagierte daraufhin mit eigenen Schlägen gegen Israel sowie gegen Golfstaaten, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden. Seither haben die US-israelischen Angriffe auf den Iran sowie israelische Attacken auf den Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet und Millionen vertrieben.

Die Zahl der gefallenen US-Soldaten ist in den letzten Tagen auf 18 gestiegen. Dies unterstreicht die wachsenden menschlichen Kosten des anhaltenden Konflikts für die amerikanischen Streitkräfte.

Trumps Drohungen und internationale Reaktionen

Trump verschärfte am Mittwoch seine Rhetorik erheblich: Er schwor, jedes Mal eine iranische Brücke oder ein Kraftwerk zu zerstören, wenn der Iran ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt. Derartige Drohungen hatte Trump bereits zuvor geäußert – darunter auch eine Ankündigung im April, die gesamte Zivilisation des Irans zu vernichten, was breite internationale Verurteilung auslöste.

Das gemeinsame Militärkommando des Irans reagierte auf die jüngsten Drohungen mit einer eigenen Warnung: Laut iranischen Staatsmedien würden die Streitkräfte im Falle einer Umsetzung regionale Öl-, Gas-, Elektrizitäts- und Wirtschaftseinrichtungen angreifen. Dies würde die gesamte Energieversorgung der Golfregion gefährden – mit potenziell weitreichenden Folgen für die globalen Rohstoffmärkte.

Rechtliche Einordnung: Mögliche Kriegsverbrechen

Experten für internationales Recht in den USA hatten bereits im April nach Trumps Drohungen darauf hingewiesen, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur Kriegsverbrechen darstellen könnten. Die Genfer Konventionen von 1949 über das humanitäre Verhalten im Krieg verbieten ausdrücklich Angriffe auf Standorte, die als lebensnotwendig für die Zivilbevölkerung gelten.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Konflikt von besonderer Bedeutung: Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und ein zentraler Knotenpunkt für den globalen Öl- und Gastransport. Eskalationen in dieser Region können unmittelbare Auswirkungen auf die Energiepreise und damit auf die europäischen Wirtschaft haben. Die anhaltende Unsicherheit dürfte die Rohstoff- und Energiemärkte weiterhin belasten.

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