USA investieren 1,6 Milliarden Dollar in Seltene Erden
Die US-Regierung plant eine historische Investition von 1,6 Milliarden Dollar in USA Rare Earth und sichert sich damit eine 10-Prozent-Beteiligung. Das Bergbauunternehmen aus Oklahoma soll die Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien reduzieren.

Die Vereinigten Staaten setzen ein deutliches Zeichen im globalen Wettbewerb um kritische Rohstoffe. Wie die Financial Times unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, wird die US-Regierung 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen USA Rare Earth investieren. Im Gegenzug erhält Washington eine Beteiligung von zehn Prozent an dem in Oklahoma ansässigen Unternehmen.
Die staatliche Investition soll zusammen mit einer separaten privaten Finanzierungsvereinbarung über eine Milliarde Dollar am Montag offiziell bekannt gegeben werden. Die Regierung würde demnach 16,1 Millionen Aktien des Unternehmens sowie Optionsscheine für weitere 17,6 Millionen Aktien erhalten, beide bewertet zu einem Preis von 17,17 Dollar.
Strategische Unabhängigkeit von China
Die Investition ist Teil einer umfassenderen Strategie der US-Regierung, die im Dezember angekündigt wurde. Washington will durch "historische Geschäfte" mit dem heimischen Bergbausektor die inländische Produktion von Lithium, Seltenen Erden und anderen für die nationale Verteidigung wichtigen Mineralien deutlich steigern. Bereits im vergangenen Jahr erwarb die Regierung Kapitalbeteiligungen an MP Materials, Lithium Americas und Trilogy Metals.
China dominiert derzeit den Markt für Seltene Erden und hat seine Vormachtstellung bei diesen kritischen Mineralien wiederholt als Druckmittel in Handelsverhandlungen eingesetzt. Die USA wollen diese strategische Abhängigkeit nun systematisch reduzieren.
Fokus auf Halbleiter und nationale Sicherheit
Ein Beamter des CHIPS-Büros im US-Handelsministerium betonte laut FT, dass die Vereinbarung "auf die Rückverlagerung kritischer und strategischer Mineralien konzentriert ist, die für die Halbleiterlieferkette und die nationale Sicherheit der USA unerlässlich sind". Das CHIPS-Büro bietet Anreize für Investitionen und Ausrüstung in den USA.
Interessant ist auch die Rolle von Cantor Fitzgerald: Das Investmentbank- und Maklerunternehmen unter dem Vorsitz von Brandon Lutnick, Sohn des US-Handelsministers Howard Lutnick, wurde beauftragt, die Beschaffung von mehr als einer Milliarde Dollar an neuem Eigenkapital zu leiten.
Ambitionierte Ausbaupläne
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Zur AktienanalyseUSA Rare Earth entwickelt derzeit eine Mine in Sierra Blanca, Texas, sowie eine Produktionsanlage für Neomagnete in Stillwater, Oklahoma. Die Anlage soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Neomagnete sind essenzielle Komponenten für Elektromotoren, Windkraftanlagen und zahlreiche Hightech-Anwendungen.
Das Unternehmen hat sich bereits zu einem der größeren US-Hersteller von Neomagneten entwickelt und weist aktuell eine Marktkapitalisierung von 3,45 Milliarden Dollar auf. Mit der staatlichen Unterstützung und der zusätzlichen privaten Finanzierung dürfte USA Rare Earth seine Position im heimischen Markt weiter ausbauen können.
Weder das Weiße Haus noch USA Rare Earth haben sich bislang zu den Berichten geäußert. Reuters konnte die Informationen nicht unmittelbar unabhängig überprüfen.

