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USA plant 2,5-Milliarden-Dollar-Reserve für kritische Rohstoffe

US-Gesetzgeber wollen mit einer strategischen Mineralienreserve die Abhängigkeit von China reduzieren. Der überparteiliche Gesetzentwurf sieht Investitionen von 2,5 Milliarden Dollar vor.

USA plant 2,5-Milliarden-Dollar-Reserve für kritische Rohstoffe

Eine überparteiliche Gruppe von US-Gesetzgebern hat einen wegweisenden Gesetzentwurf zur Schaffung einer strategischen Reserve für kritische Mineralien vorgelegt. Mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Dollar soll die Initiative die amerikanische Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferungen verringern und den heimischen Bergbau stärken.

Antwort auf chinesische Marktdominanz

Der 68-seitige Gesetzentwurf zielt direkt auf die chinesische Preismanipulation bei Lithium, Nickel, Seltenen Erden und anderen strategisch wichtigen Mineralien ab. Diese Rohstoffe sind unverzichtbar für Elektrofahrzeuge, Batterien und moderne Waffensysteme. "China hat seinen Einfluss auf Preise und Mengen im Wettbewerb um den Zugang zu kritischen Mineralien als Waffe eingesetzt", heißt es in dem Gesetzestext.

Die Auswirkungen der chinesischen Marktmacht sind bereits spürbar: Das US-Unternehmen Albemarle musste 2024 seine Expansionspläne in North Carolina pausieren, nachdem ein durch China verursachtes Lithium-Überangebot die Preise einbrechen ließ. Auch das Pentagon reagierte im Juli und wurde größter Aktionär des Seltene-Erden-Produzenten MP Materials aus Nevada.

Aufbau nach Fed-Vorbild

Die geplante "Strategische Resilienzreserve" soll von einem siebenköpfigen Vorstand geleitet werden, dessen Struktur sich an der US-Notenbank Federal Reserve orientiert. Die vom Präsidenten ernannten und vom Senat bestätigten Mitglieder müssen über technisches Fachwissen verfügen, um die sachgerechte Lagerung der Mineralien zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da bestimmte Lithiumderivate bei Wasserkontakt Wasserstoff freisetzen können.

Der Vorstand hätte weitreichende Befugnisse beim Ankauf von Mineralien. Laut Senatsmitarbeitern könnte die Reserve beispielsweise den doppelten Marktpreis für Seltene Erden zahlen, wenn dadurch US-Minen unterstützt werden. "Es ist durchaus möglich, dass diese Reserve einen westlichen Preis für bestimmte kritische Mineralien schaffen könnte", erklärte ein Senatsmitarbeiter.

Internationale Beteiligung möglich

Der Gesetzentwurf priorisiert recyceltes Material, lässt aber auch Mineralien aus Minen zu. Verbündete Nationen können der Reserve beitreten, wenn sie mindestens 100 Millionen Dollar beisteuern. Die eingelagerten Rohstoffe dürfen sowohl für privatwirtschaftliche als auch für Verteidigungszwecke verkauft werden. Eventuelle Gewinne fließen zurück in den Kauf weiterer Mineralien, um die Reserve dauerhaft aktiv zu halten.

"Gezielte Investitionen und die Bevorratung wichtiger Rohstoffe werden dazu beitragen, die USA vor ausländischen Bedrohungen abzuschirmen", sagte Senatorin Jeanne Shaheen, ranghöchstes demokratisches Mitglied im Ausschuss für auswärtige Beziehungen. Der republikanische Senator Todd Young aus Indiana sowie der Abgeordnete Rob Wittman aus Virginia unterstützen die Initiative.

Globaler Trend zur Rohstoffsicherung

Die US-Initiative reiht sich in internationale Bestrebungen ein. Die G7-Finanzminister diskutierten diese Woche über Preisuntergrenzen für Mineralien. Auch Australien entwickelt derzeit eine eigene Reserve für kritische Rohstoffe. Präsident Donald Trump bezeichnete am Mittwoch die übermäßige Abhängigkeit von anderen Nationen bei kritischen Mineralien als Bedrohung der nationalen Sicherheit.

China weist Vorwürfe der Marktmanipulation zurück und betont seine Verpflichtung zur "Wahrung der Sicherheit und Stabilität der globalen Produktions- und Lieferketten". Peking hat für einige Nischenmineralien Exportkontrollen verhängt, was die Notwendigkeit westlicher Alternativen unterstreicht.

Der Gesetzentwurf muss noch das Repräsentantenhaus und den Senat passieren sowie von Präsident Trump unterzeichnet werden, bevor er in Kraft treten kann.

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