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USA sichern sich Anteil an Lithiumprojekt

Regierung beteiligt sich an Lithium Americas und Thacker Pass zur Rohstoffversorgung

USA sichern sich Anteil an Lithiumprojekt

Die US-Regierung steigt mit einem Anteil von jeweils fünf Prozent beim kanadischen Unternehmen Lithium Americas und beim Lithiumminen-Joint-Venture Thacker Pass mit General Motors ein. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen erwirbt das Energieministerium die Beteiligungen über sogenannte No-Cost-Warrants, also ohne unmittelbare Zahlung. Der Schritt erfolgt im Rahmen der Strategie, die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen für die Energie- und Autoindustrie langfristig abzusichern und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu verringern.

Die Aktien von Lithium Americas, die an der New Yorker Börse gehandelt werden, legten nach Bekanntwerden der Vereinbarung im nachbörslichen Handel um 34 Prozent zu. Das Vorhaben ist Teil einer Reihe von Investitionen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump in Branchen, die als sicherheitsrelevant eingestuft werden. Zuvor hatte die Regierung bereits Anteile an Intel und MP Materials erworben, um Schlüsselindustrien im Inland zu stärken.

Das Thacker-Pass-Projekt in Nevada gilt als das größte künftige Vorkommen von Batterielithium in der westlichen Hemisphäre. Die Regierung verhandelte mit Lithium Americas über eine Beteiligung, während gleichzeitig die Konditionen eines staatlichen Darlehens über 2,26 Milliarden Dollar für den Minenbau neu festgelegt wurden. Im Zuge dieser Gespräche forderte Washington einen Anteil am Unternehmen, um die Auszahlung der ersten Kredittranche abzusichern. Lithium Americas bot daraufhin Gratisoptionen im Umfang von fünf bis zehn Prozent der Stammaktien an.

General Motors hatte bereits im vergangenen Jahr 625 Millionen Dollar in das Projekt investiert und sich damit 38 Prozent gesichert. Der Autobauer erhält das Recht, den gesamten Lithiumanteil aus der ersten Förderphase sowie einen Teil der zweiten Phase über einen Zeitraum von 20 Jahren abzunehmen. Die Regierung hatte zunächst verlangt, dass GM den Rohstoff unabhängig von Marktbedingungen garantiert abnimmt. Dieser Punkt führte zu weiteren Verhandlungen, die schließlich in der jetzigen Beteiligungslösung mündeten.

Die Förderung in Thacker Pass soll in der ersten Phase 40.000 Tonnen Lithiumkarbonat pro Jahr erreichen, genug für Batterien von bis zu 800.000 Elektrofahrzeugen. Damit würde die Mine die US-Produktion, die derzeit weniger als 5.000 Tonnen jährlich beträgt und allein von Albemarle in Nevada stammt, deutlich übertreffen. China ist mit mehr als 40.000 Tonnen pro Jahr der drittgrößte Lithiumproduzent weltweit und verarbeitet über drei Viertel des globalen Lithiums zu batterietauglichem Material, was seine dominierende Rolle in der Lieferkette unterstreicht.

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