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USA stoppen Herstellung der Ein-Cent-Münze

Hohe Produktionskosten und geplantes Rundungssystem führen zur Entscheidung

 USA stoppen Herstellung der Ein-Cent-Münze

Die Vereinigten Staaten stellen die Produktion ihrer Ein-Cent-Münze ein. Die Entscheidung beendet eine über 230 Jahre währende Ära. Die sogenannte Penny-Münze wird künftig nicht mehr neu geprägt. Bereits im Umlauf befindliche Münzen bleiben jedoch weiterhin als gesetzliches Zahlungsmittel gültig. Unternehmen sollen bei Barzahlungen künftig den Endbetrag auf den nächstliegenden Fünf-Cent-Wert auf- oder abrunden. Die entsprechende Münze, der Nickel, soll damit die kleinste aktiv produzierte Münze werden.

Hintergrund der Maßnahme sind vor allem die gestiegenen Herstellungskosten. Während ein Penny vor zehn Jahren noch 1,3 Cent in der Produktion kostete, sind es mittlerweile 3,69 Cent. Durch den Produktionsstopp verspricht sich die US-Regierung Einsparungen in Höhe von jährlich rund 56 Millionen Dollar. Die Entscheidung geht auf eine Anweisung von Präsident Donald Trump zurück, der im Februar dieses Jahres Finanzminister Scott Bessent mit der Umsetzung beauftragte.

Derzeit befinden sich laut Finanzministerium rund 114 Milliarden Penny-Münzen im Umlauf. Die erste Ausgabe der Ein-Cent-Münze erfolgte im Jahr 1793. Seit 1909 ziert das Porträt von Präsident Abraham Lincoln die Vorderseite der Münze. Die nun beendete Produktion markiert damit das Ende eines historischen Symbols im amerikanischen Münzwesen.

Auch in Deutschland wird seit längerer Zeit über den Verzicht auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen diskutiert. Das Nationale Bargeldforum, in dem unter anderem Vertreter des Einzelhandels, der Banken, von Geldtransportunternehmen und Verbraucherschutzorganisationen beteiligt sind, schlägt eine Rundung auf fünf Cent vor. Als Begründung wird auch hier angeführt, dass die Produktionskosten über dem Nennwert der Münzen liegen.

Einige Länder der Eurozone setzen entsprechende Regelungen bereits um. In Finnland ist das Runden von Barzahlungen gesetzlich vorgeschrieben. Ähnliche Vorschriften bestehen auch in den Niederlanden, der Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland. Die vollständige Abschaffung der kleinen Münzen wurde in diesen Staaten bislang nicht vollzogen, da hierfür ein einheitlicher Beschluss auf europäischer Ebene erforderlich wäre. Die Diskussion über den praktischen und wirtschaftlichen Nutzen von Kleingeld bleibt somit nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt.

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