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USA und Iran eskalieren Konflikt: Brent-Öl steigt über 90 Dollar

Geopolitische Spannungen treiben Ölpreise hoch, während Tech-Aktien unter Druck stehen und wichtige Quartalszahlen anstehen.

USA und Iran eskalieren Konflikt: Brent-Öl steigt über 90 Dollar

Die US-Aktienfutures zeigten sich am Montag fester, während Anleger die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten beobachteten und sich auf eine ereignisreiche Berichtssaison im Technologiesektor vorbereiteten. Bis 03:33 Uhr ET legte der Dow-Future um 50 Punkte oder 0,1 % zu, die S&P-500-Futures stiegen um 17 Punkte oder 0,2 %, und die Nasdaq-100-Futures rückten um 129 Punkte oder 0,5 % vor. Die wichtigsten Wall-Street-Indizes waren am Freitag zuvor noch gefallen.

Im Fokus der Märkte steht der eskalierte Konflikt zwischen den USA und dem Iran, der die Rohölpreise erneut stark unter Druck setzt. Brent-Rohöl, die globale Benchmark, kletterte um 2,8 % auf 90,56 Dollar pro Barrel. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 2,3 % auf 84,39 Dollar pro Barrel zu.

Eskalation im Nahen Osten bedroht Straße von Hormus

US-Streitkräfte nahmen den Iran am Montag den neunten Tag in Folge ins Visier. Die Angriffe erfolgten, nachdem der Iran bekanntgegeben hatte, dass zwei Öltanker getroffen und manövrierunfähig gemacht worden seien. Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden meldete seinerseits Angriffe auf US-Flugzeuge an einem Flughafen in Jordanien sowie auf amerikanische Militäranlagen in Kuwait und Syrien. Das bahrainische Innenministerium wies zudem darauf hin, dass am Montagmorgen Sirenen ertönten.

Der Kreislauf gegenseitiger Vergeltungsschläge hat sich etabliert – nur wenige Wochen nachdem beide Seiten ein fragiles Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet hatten. Die Märkte beobachten genau, ob die Eskalation den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt vor der Südküste des Irans, dauerhaft unterbinden wird. Brent hatte nach Ausbruch des Konflikts zeitweise die Marke von 110 Dollar pro Barrel überschritten, bevor der Preis nach dem Waffenstillstand im Juni auf rund 70 Dollar zurückfiel. Steigende Ölkosten schüren nun erneut Inflationsängste und die Sorge, dass Zentralbanken die Zinsen erhöhen könnten.

KI-Euphorie an den Märkten bröckelt

Parallel zur geopolitischen Lage wächst die Skepsis gegenüber dem KI-Boom, der in diesem Jahr einen Großteil der Kursgewinne an den Aktienmärkten getragen hat. Laut Reuters haben einige aktive Fondsmanager damit begonnen, ihr Engagement in KI-bezogenen Titeln zu reduzieren. Besonders Halbleiterhersteller, die als Schlüssellieferanten für das KI-Zeitalter gelten, wurden von dieser Risikoaversion hart getroffen.

Der Philadelphia SE Semiconductor Index schloss mehr als 20 % unter seinem Stand vom 22. Juni – damit ist der Branchenindex in den Bereich eines technischen Bärenmarktes eingetreten. Analysten von Vital Knowledge kommentierten: „Für Tech-Investoren haben die Bären die Woche haushoch gewonnen, obwohl der Einbruch eher auf eine Verschiebung des Narrativs und technische Verwerfungen als auf zunehmend negative Nachrichten zurückzuführen war."

In dieser Woche stehen wichtige Quartalsergebnisse hochkarätiger Technologieunternehmen an, darunter der Chiphersteller Intel, die Google-Mutter Alphabet und der Elektroautohersteller Tesla. Die Berichte dürften Aufschluss darüber geben, ob die KI-Investitionen der Branche weiterhin gerechtfertigt sind.

Moonshot AI plant Börsengang in Hongkong

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI bereitet einem Bloomberg-Bericht zufolge einen Börsengang in Hongkong vor, der innerhalb von sechs Monaten stattfinden könnte. Das in Peking ansässige Startup hat bereits einen Gesellschafterbeschluss verteilt, um die Zustimmung der Investoren für den potenziellen Börsengang einzuholen. Gleichzeitig schließt Moonshot eine private Finanzierungsrunde ab, die das drei Jahre alte Unternehmen mit mehr als 30 Milliarden Dollar bewerten könnte.

Das Interesse an Moonshot ist gestiegen, seit das Unternehmen sein KI-Modell Kimi K3 veröffentlicht hat – ein Open-Weight-Modell, das im Vergleich zu mehreren führenden US-Systemen eine starke Leistung zeigte. Moonshot selbst räumte jedoch ein, dass Kimi K3 in der Gesamtkapazität hinter Claude Fable 5 von Anthropic sowie GPT-5 und GPT-6 von OpenAI zurückbleibe.

SpaceX plant dreizehnten Starship-Testflug

SpaceX kündigte an, den dreizehnten Testflug seines Starship bereits am Donnerstag starten zu wollen. Ein Testflug in der Vorwoche war kurz vor dem Start abgebrochen worden, nachdem einige Triebwerke des Raumschiffs nicht gezündet hatten. Auch beim zwölften Testflug hatte es Triebwerksprobleme gegeben, was eine Untersuchung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA nach sich zog.

Beim geplanten Flug soll das Starship – die größte und leistungsstärkste Rakete des Unternehmens – einen erfolgreichen Start, Aufstieg, Stufentrennung sowie Boostback-Burn und Landing-Burn an einem Offshore-Punkt absolvieren. An Bord befinden sich Starlink-V3-Satelliten. Die SpaceX-Aktien, die in der Vorwoche unter ihren Ausgabepreis gefallen waren, notierten im nachbörslichen Handel mehr als 1 % höher.

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