USA verhängen neue Sanktionen gegen Kuba: Geheimdienst und Minister betroffen
Das US-Finanzministerium hat mehrere kubanische Behörden und hochrangige Minister auf seine Sanktionsliste gesetzt.

Das US-Finanzministerium hat am Montag eine Reihe neuer Sanktionen gegen kubanische Institutionen und Regierungsvertreter verhängt. Die Maßnahmen wurden auf der Website des Office of Foreign Assets Control (OFAC) veröffentlicht und richten sich gegen zentrale Sicherheits- und Regierungsbehörden der Karibikinsel.
Im Mittelpunkt der neuen Sanktionen steht die kubanische Geheimdirektion (Directorate of Intelligence), die nun auf der OFAC-Sanktionsliste geführt wird. Das OFAC ist die zuständige US-Behörde für die Durchsetzung von Wirtschafts- und Handelssanktionen und verwaltet eine der weltweit bedeutendsten Sanktionslisten.
Mehrere Minister und Behörden betroffen
Neben der Geheimdirektion wurden auch hochrangige Mitglieder der kubanischen Regierung sanktioniert. Konkret betroffen sind:
- Energieminister Vicente de la O Levy
- Justizministerin Rosabel Gamon Verde
- Die Kommunikationsministerin des Landes
Zusätzlich zu den Einzelpersonen setzte das Finanzministerium auch das kubanische Innenministerium sowie die Policia Nacional Revolucionaria auf die US-Sanktionsliste. Damit richtet sich der Druck der USA gegen ein breites Spektrum kubanischer Sicherheits- und Verwaltungsstrukturen.
Hintergrund: US-Sanktionen gegen Kuba
Die Vereinigten Staaten unterhalten seit Jahrzehnten ein umfassendes Sanktionsregime gegenüber Kuba. Die Beziehungen zwischen Washington und Havanna sind seit der kubanischen Revolution von 1959 stark belastet. Sanktionen gegen einzelne Personen und Institutionen sind ein wiederkehrendes Instrument der US-Außenpolitik gegenüber der kommunistisch regierten Insel.
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Zur AktienanalyseFür deutsche und europäische Unternehmen sowie Investoren sind US-Sanktionen von besonderer Relevanz, da sie sogenannte Sekundärsanktionen auslösen können. Das bedeutet, dass auch Nicht-US-Unternehmen mit Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie Geschäfte mit sanktionierten Personen oder Institutionen tätigen. Die OFAC-Liste gilt daher international als wichtiges Compliance-Instrument.
Die neuen Einträge auf der OFAC-Sanktionsliste wurden am Montag offiziell veröffentlicht. Weitere Details zu den genauen Begründungen der einzelnen Sanktionsmaßnahmen gingen aus den veröffentlichten Aktualisierungen nicht hervor.

