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Vale meldet 3,8 Milliarden Dollar Verlust durch Nickel-Abschreibung

Brasilianischer Bergbaukonzern überrascht dennoch mit starkem operativem Kernergebnis im vierten Quartal.

Vale meldet 3,8 Milliarden Dollar Verlust durch Nickel-Abschreibung

Der brasilianische Bergbauriese Vale hat im vierten Quartal 2024 einen Nettoverlust von 3,8 Milliarden US-Dollar verbucht. Der Verlust fiel damit deutlich höher aus als im Vorjahreszeitraum, als das Unternehmen noch 694 Millionen Dollar Minus ausgewiesen hatte. Hauptgrund für das schwache Ergebnis war eine massive Wertberichtigung auf die Nickel-Vermögenswerte in Kanada.

Das in Rio de Janeiro ansässige Unternehmen, einer der weltweit größten Eisenerzproduzenten, musste seine kanadischen Nickel-Assets von Vale Base Metals um 3,5 Milliarden Dollar abschreiben. Auslöser war eine Abwärtskorrektur der langfristigen Nickelpreisannahmen auf Basis aktueller Marktschätzungen. Zusätzlich belasteten Abschreibungen latenter Steueransprüche in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar das Quartalsergebnis.

Weitere 449 Millionen Dollar flossen in erhöhte Rückstellungen für Samarco, ein Joint Venture mit dem australischen Bergbaukonzern BHP. Diese Mittel stehen im Zusammenhang mit einer Sammelklage in Großbritannien wegen des verheerenden Dammbruchs von Fundao im Jahr 2015, bei dem 19 Menschen ums Leben kamen.

Operatives Geschäft überzeugt Analysten

Trotz des Milliardenverlusts zeigt sich das operative Kerngeschäft robust. Das bereinigte EBITDA stieg um 21 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten erreichte Vale sogar ein EBITDA von 4,8 Milliarden Dollar – deutlich über den Markterwartungen von 4,6 Milliarden Dollar.

Analysten von Itau BBA und Santander bewerteten das operative Ergebnis als positiv und prognostizierten eine entsprechende Reaktion der Aktie. Die Experten hatten im Konsens mit einem Quartalsgewinn von 2,7 Milliarden Dollar gerechnet, berücksichtigten dabei jedoch nicht die außerordentlichen Belastungen.

Das Unternehmen profitierte im vierten Quartal von höheren Kupferpreisen und gestiegenen Absatzmengen bei Eisenerz und Kupfer. Der Nettoumsatz kletterte um 9 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar und lag damit nahe den Analystenschätzungen von 11 Milliarden Dollar. Teilweise wurde die positive Entwicklung allerdings durch die Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar gedämpft.

Eisenerzproduktion auf Rekordniveau

Vale hatte erst im Januar mitgeteilt, dass die Eisenerzproduktion 2025 den höchsten Stand seit 2018 erreicht habe. Diese Entwicklung unterstreicht die operative Stärke des Unternehmens trotz der bilanziellen Belastungen. Für deutsche Anleger bleibt Vale als einer der weltgrößten Rohstoffproduzenten ein wichtiger Indikator für die globale Nachfrage nach Industriemetallen und Eisenerz.

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