Vale meldet Gewinnrückgang übertrifft aber Prognosen
Umsatz sinkt im Eisenerzgeschäft – Investitionen und Kostensenkungen zeigen Wirkung

Der brasilianische Bergbaukonzern Vale hat im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 2,12 Milliarden US-Dollar erzielt – ein Rückgang um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch übertraf das Ergebnis die Erwartungen der Analysten, die mit einem deutlich geringeren Gewinn von rund 1,44 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Der Vergleichswert aus dem Vorjahr war jedoch durch den Verkauf der Beteiligung an PT Vale Indonesia stark beeinflusst gewesen, was das damalige Ergebnis in die Höhe trieb.
Im Zeitraum von April bis Juni 2025 lag der Umsatz von Vale bei 8,8 Milliarden US-Dollar und entsprach damit den Prognosen der Analysten. Im Jahresvergleich bedeutet das einen Rückgang von elf Prozent. Besonders das Eisenerzgeschäft, das als zentrale Einnahmequelle des Unternehmens gilt, verzeichnete ein schwächeres Quartal. Ursächlich dafür waren geringere Verkaufsvolumen sowie sinkende Preise. Der durchschnittlich erzielte Preis für Eisenerzfeinerz lag bei 85,10 US-Dollar pro Tonne – über 13 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Auch das bereinigte EBITDA fiel spürbar und sank um 15 Prozent auf 3,39 Milliarden US-Dollar. Als Gründe nannte das Unternehmen die niedrigeren Eisenerzpreise. Gleichzeitig konnten die Produktionskosten in allen Segmenten gesenkt werden. So sanken die Gesamtkosten im Eisenerzbereich um zehn Prozent, im Kupfergeschäft um 60 Prozent und bei Nickel um 30 Prozent. Vale führte diese Entwicklung auf Effizienzsteigerungen und eine gesteigerte Produktionsleistung zurück.
Im Vergleich zum Vorjahr investierte das Unternehmen im zweiten Quartal 200 Millionen US-Dollar weniger. Damit sieht sich Vale auf Kurs, das für 2025 gesetzte Ziel von 5,9 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben einzuhalten. Darüber hinaus gab der Konzern bekannt, dass er die vorläufige Genehmigung für das Bacaba-Kupferprojekt erhalten habe. Dieses Projekt soll die Lebensdauer des bestehenden Sossego-Komplexes verlängern.
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Zur AktienanalyseZudem wurde mit der Inbetriebnahme eines zweiten Hochofens im Werk Onça Puma begonnen. Dort ist der Produktionsstart von Nickel für das vierte Quartal dieses Jahres geplant. Das Unternehmen setzt mit diesen Projekten auf eine Stärkung seiner Position in den Bereichen Kupfer und Nickel, nachdem das Eisenerzgeschäft unter Druck geraten ist.

