Vale steigert Eisenerzproduktion mit KI um 25 Prozent
Der brasilianische Bergbauriese Vale hat in Itabira seine erste KI-gestützte Aufbereitungsanlage eingeweiht und erzielt beeindruckende Produktivitätszuwächse.

RIO DE JANEIRO – Der brasilianische Bergbaukonzern Vale hat seine erste KI-gestützte High-Tech-Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Nach der Modernisierung der Anlage Conceicao 2 im Bundesstaat Minas Gerais konnte das Unternehmen in weniger als zwei Jahren eine Produktivitätssteigerung von 25% erzielen. Das gab Vale am Mittwoch in einer offiziellen Erklärung bekannt.
Die Anlage befindet sich in Itabira – dem historischen Gründungsort von Vale – und ist nun in der Lage, jährlich bis zu 11,2 Millionen Tonnen Eisenerz zu produzieren. Im Jahr 2024 lag die Kapazität noch bei 9 Millionen Tonnen pro Jahr. Der Zuwachs von rund 2,2 Millionen Tonnen unterstreicht das Potenzial digitaler Technologien im Bergbausektor.
Automatisierung optimiert über 400 Prozessvariablen
Die Modernisierung integrierte fortschrittliche Automatisierung, Monitoring und Datenintelligenz, um mehr als 400 Variablen im Prozess der Eisenerzaufbereitung zu optimieren. Durch die Digitalisierung wurden manuelle Eingriffe reduziert und die Betriebssicherheit durch Fernsteuerung der Anlagen sowie zentrale Überwachung verbessert. Damit setzt Vale neue Maßstäbe für den effizienten und sicheren Betrieb von Bergbauanlagen.
„Die Modellanlage ist mehr als nur ein Projekt: Sie repräsentiert eine neue Art des Betriebs", sagte Carlos Medeiros, Vice President of Operations bei Vale. Das Unternehmen sieht die Anlage als Referenzmodell für weitere Standorte und plant, die gewonnenen Erkenntnisse konzernweit auszurollen.
Strategische Bedeutung für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie
Besonders bemerkenswert ist die Steigerung beim sogenannten Pellet-Feed für die Direktreduktion: Das Pilotprojekt erhöhte den Anteil dieses Produkts um 40%. Pellet-Feed für die Direktreduktion gilt als strategisch wichtig für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie, da dieses Verfahren im Vergleich zur klassischen Hochofenroute deutlich weniger CO₂ ausstößt. Für Stahlhersteller weltweit, die unter wachsendem Druck stehen, ihre Emissionen zu senken, ist hochwertiges Eisenerz dieser Art ein zunehmend gefragter Rohstoff.
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Zur AktienanalyseVale gehört zu den größten Eisenerzproduzenten der Welt und beliefert Stahlwerke in Europa, Asien und Amerika. Für deutsche und europäische Investoren ist das Unternehmen ein wichtiger Akteur im globalen Rohstoffmarkt. Die erfolgreiche Einführung von KI-Technologien in der Produktion könnte Vales Wettbewerbsposition langfristig stärken und die Kostenstruktur verbessern.
Die Modernisierung in Itabira zeigt exemplarisch, wie der Bergbausektor auf den digitalen Wandel reagiert. Mit der Kombination aus künstlicher Intelligenz, Fernsteuerung und zentraler Datenüberwachung lassen sich nicht nur Produktionsmengen steigern, sondern auch Sicherheitsstandards erhöhen. Vale beabsichtigt, dieses Modell als Referenz für weitere Standorte zu nutzen – ein Signal, dass der Konzern die Digitalisierung als zentralen Wachstumstreiber betrachtet.


