Vale verzeichnet Gewinnrückgang im ersten Quartal
Niedrigere Eisenerzpreise treffen Umsatz – Kostensenkungen mildern Verluste ab

Der brasilianische Bergbaukonzern Vale hat im ersten Quartal einen Rückgang seines Nettogewinns um 17 Prozent verzeichnet. Als Grund nannte das Unternehmen niedrigere Eisenerzpreise, die trotz verbesserter Kostenstruktur zu einem geringeren Ergebnis führten. Der Gewinn belief sich auf 1,39 Milliarden US-Dollar und lag damit unter der von Analysten erwarteten Marke von 1,68 Milliarden US-Dollar. Vale zählt zu den größten Produzenten von Eisenerz weltweit.
Nach Angaben des Unternehmens wurde der Rückgang beim Gewinn teilweise durch Maßnahmen zur Senkung der Produktionskosten sowie durch die Aufwertung des brasilianischen Reals gegenüber dem US-Dollar abgefedert. Der Vorstandsvorsitzende Gustavo Pimenta sprach im Rahmen des Quartalsberichts von einem „konsistenten Start ins Jahr“, der mit den Managementzielen für 2025 im Einklang stehe. Besonders hervorgehoben wurde der positive Kostenverlauf.
Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 3,12 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang um 9 Prozent entspricht. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Wert von 3,16 Milliarden US-Dollar gerechnet. Laut Einschätzung von Itau BBA lag das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen, wobei die Kostenentwicklung als besonders positiv bewertet wurde. Gleichzeitig wiesen die Analysten darauf hin, dass die gesunkenen Preise den positiven Effekt aus gestiegenen Verkaufsvolumina und niedrigeren Kosten übertroffen hätten.
Die sogenannten C1-Cash-Kosten für Eisenerz-Feinerz, also die Produktionskosten von den Minen bis zu den Häfen, sanken im Quartal um 11 Prozent auf 21 US-Dollar je Tonne. Im Vorfeld hatte ein operativer Bericht des Unternehmens einen Rückgang der Eisenerzproduktion um 4,5 Prozent aufgrund starker Regenfälle in Brasilien ausgewiesen. Dennoch konnte Vale die Verkaufsmenge durch den Zugriff auf Lagerbestände erhöhen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDer Marktpreis für Eisenerz, das Hauptprodukt des Unternehmens, sank um 16 Prozent, was sich negativ auf Vales eigene Verkaufspreise auswirkte. Infolgedessen gingen die Nettoerlöse um 4 Prozent auf 8,12 Milliarden US-Dollar zurück. Dieser Wert lag leicht über der Analystenschätzung von 8,03 Milliarden US-Dollar. Analysten von Santander bezeichneten die operativen Kennzahlen des Unternehmens als solide, merkten jedoch an, dass diese bereits in den Kursen eingepreist seien.


