Valero kauft erste venezolanische Ölladung nach US-Deal
Der US-Raffineriebetreiber Valero hat erstmals seit Jahren wieder venezolanisches Rohöl gekauft. Die Transaktion erfolgt im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Washington und Caracas über bis zu 50 Millionen Barrel.

Der US-Raffineriebetreiber Valero hat eine Ladung venezolanisches Rohöl erworben und markiert damit die erste Transaktion einer Raffinerie an der US-Golfküste seit der Lockerung der Sanktionen. Dies teilten zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen am Mittwoch mit.
Das Rohöl wurde vom Handelshaus Vitol gekauft und mit einem Abschlag von 8,50 bis 9,50 US-Dollar auf den Brent-Rohölpreis gehandelt. Die Lieferung ist für die US-Golfküste bestimmt.
Erste Transaktion nach Sanktionslockerung
Obwohl Valero bereits über Chevron, den Partner des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA, venezolanisches Rohöl bezogen hat, stellt diese Transaktion einen Meilenstein dar. Es ist der erste direkte Kauf von Handelshäusern, die erst in diesem Monat die Genehmigung zur Vermarktung venezolanischen Rohöls erhielten.
Die Vereinbarung zwischen Washington und Caracas sieht den Kauf von bis zu 50 Millionen Barrel venezolanischen Rohöls vor. Damit öffnet sich ein wichtiger Markt, der seit 2019 durch US-Sanktionen weitgehend verschlossen war.
Attraktive Preise für US-Raffinerien
Angebote für Venezuelas Vorzeige-Schweröl Merey an US-Raffinerien begannen bereits letzte Woche. Die Preise lagen bei einem Abschlag von 6 bis 7,50 US-Dollar pro Barrel auf Brent-Rohöl.
Vor der Verhängung der Sanktionen im Jahr 2019 verarbeiteten mehrere große Raffinerien an der US-Golfküste täglich rund 800.000 Barrel venezolanisches Schweröl. Dies geht aus Daten der US-Regierung hervor. Die Wiederaufnahme dieser Handelsbeziehungen könnte für beide Seiten wirtschaftlich bedeutsam sein.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseBedeutung für den Ölmarkt
Die Transaktion signalisiert eine schrittweise Normalisierung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und Venezuela im Energiesektor. Für US-Raffinerien bietet das venezolanische Schweröl eine kostengünstige Alternative zu anderen Rohölsorten. Gleichzeitig erhält Venezuela Zugang zu einem seiner wichtigsten historischen Absatzmärkte.


