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Venezuela-Ölexporte nach China brechen um 75% ein

Die chinesischen Ölimporte aus Venezuela werden ab Februar drastisch sinken. Nach der US-Intervention und Beschlagnahmung von Tankern trauen sich Reeder kaum noch, das südamerikanische Land anzulaufen.

Venezuela-Ölexporte nach China brechen um 75% ein

**US-Blockade zeigt drastische Wirkung

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Die Ölexporte Venezuelas nach China stehen vor einem massiven Einbruch. Nur noch drei Tanker mit insgesamt 5 Millionen Barrel Rohöl und Heizöl sind derzeit auf dem Weg nach Asien – ein Bruchteil der üblichen Liefermengen. Der Grund: Die von US-Präsident Donald Trump im Dezember verhängte Blockade gegen Tanker, die venezolanisches Öl transportieren, zeigt drastische Wirkung.

Nach der militärischen Intervention der USA und der Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro haben die Vereinigten Staaten bereits fünf Schiffe beschlagnahmt. Diese Maßnahmen führten dazu, dass zahlreiche Reeder ihre Tanker umleiteten oder nach dem Beladen wieder in venezolanische Gewässer zurückkehrten, um eine Beschlagnahmung zu vermeiden.

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Liefermengen brechen dramatisch ein

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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Statt der durchschnittlichen 642.000 Barrel pro Tag (bpd) an Rohöl und Heizöl, die Venezuela 2024 nach China exportierte, werden im Februar voraussichtlich nur noch 166.000 bpd ankommen. Das entspricht einem Rückgang von 75 Prozent. Etwa ein Dutzend beladener Tanker verließ Venezuela während der US-Razzia am 3. Januar mit ausgeschalteten Ortungstranspondern – die meisten kehrten jedoch um.

Der Rohölanalyst Richard Ro von Kpler bestätigt: Seit Beginn der Blockade im Dezember haben lediglich 2,9 Millionen Barrel Rohöl Venezuela auf drei Schiffen in Richtung Asien verlassen. Weitere 2,6 Millionen Barrel Heizöl haben die Blockade passiert.

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China hatte sich eingedeckt

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Für chinesische Raffinerien kommt der Lieferausfall zunächst nicht ungelegen. Das Reich der Mitte hatte sich Ende 2024 großzügig mit venezolanischem Öl eingedeckt. Im November erreichten Rekordlieferungen von 660.000 bpd China, im Dezember waren es noch 450.000 bpd. Zudem befinden sich laut Schätzungen zwischen 43 und 52 Millionen Barrel venezolanisches Öl noch im Transit.

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Unabhängige Raffinerien besonders betroffen

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Der Rückgang trifft vor allem die unabhängigen chinesischen Raffinerien, die umgangssprachlich als "Teapots" bezeichnet werden. Sie waren die größten Abnehmer venezolanischen Rohöls und verarbeiten dieses hauptsächlich zu Bitumen für den Straßenbau. "Wir erwarten die künftige Verfügbarkeit von Lieferungen mit großer Unsicherheit", erklärt ein leitender chinesischer Händler.

Allerdings macht das venezolanische Angebot nur etwa 4 Prozent der gesamten chinesischen Rohölimporte auf dem Seeweg aus. Für das zweite Quartal könnten die "Teapots" auf Alternativen wie kanadisches Cold Lake oder Access Western Blend ausweichen müssen.

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US-Handelshäuser übernehmen Vermarktung**

Unter US-Mandat haben die Handelshäuser Trafigura und Vitol bereits begonnen, venezolanisches Öl zu vermarkten. Sie visieren indische Raffinerien und den chinesischen Staatskonzern CNPC für Lieferungen im März an. Die Übergangsregierung in Caracas hatte mit Washington ein Öllieferabkommen über 50 Millionen Barrel ausgehandelt.

In den vergangenen Jahren hatten Händler venezolanisches Öl in China häufig als malaysische oder brasilianische Lieferungen deklariert, um US-Sanktionen zu umgehen. Diese Praxis dürfte nun deutlich schwieriger werden.

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