Verdi droht mit Warnstreiks bei Tuifly
Gewerkschaft fordert 17 Prozent mehr Lohn für Kabinenpersonal und lehnt Angebot ab

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten in der Kabine der Airline Tuifly eine Lohnerhöhung von 17 Prozent und droht mit Warnstreiks, falls keine Einigung erzielt wird. In den laufenden Tarifverhandlungen über die Vergütungstarifverträge für das Kabinenpersonal, das Bodenpersonal und die Technik lehnt die Verdi-Tarifkommission das vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite als "nicht verhandlungsfähig" ab.
Die Verhandlungen mit der Tui-Tochtergesellschaft laufen seit Dezember 2024. Am Dienstag legte die Airline ein Angebot vor, das eine Gehaltssteigerung für die Kabinenbeschäftigten um insgesamt 2,33 Prozent pro Jahr über eine Laufzeit von 36 Monaten vorsieht. Verdi hält dieses Angebot für unzureichend und kündigte an, den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen. Warnstreiks seien daher nicht auszuschließen.
Tuifly beschäftigt in Deutschland rund 900 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Zusätzlich arbeiten etwa 100 Menschen in der Technik sowie rund 300 in der Bodenabfertigung. Die Verhandlungen für die Beschäftigten der Kabine sollen am 12. und 13. Februar fortgesetzt werden. Die Airline betonte, dass man in der jüngsten Verhandlungsrunde konstruktive Gespräche geführt habe. Dabei sei deutlich geworden, dass weiterhin ein hoher Abstimmungsbedarf bestehe.
Laut Tuifly sieht das Angebot des Unternehmens eine Gehaltssteigerung von insgesamt elf Prozent über den gesamten Zeitraum vor. Das Ziel sei es, ein ausgewogenes Gesamtpaket zu schaffen, das die Leistung der Kabinencrews honoriert und gleichzeitig die Kostenstruktur wettbewerbsfähig hält. Die Airline betonte, dass die weiterentwickelten Tarifverträge eine gesteigerte Vergütung sicherstellen würden.
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Zur AktienanalyseVerdi sieht jedoch weiterhin erheblichen Verhandlungsbedarf und fordert eine deutliche Verbesserung der Vergütung. Die Gewerkschaft betont, dass sie bereit sei, die Verhandlungen fortzusetzen, jedoch nicht ohne eine signifikante Erhöhung des Lohnangebots. Falls keine Annäherung erfolgt, könnte es bereits ab Februar zu den angedrohten Warnstreiks kommen.

