Verizon: Massive Netzstörung durch Software-Fehler
Der US-Mobilfunkriese Verizon Communications kämpft mit den Folgen eines schweren Netzausfalls. Millionen Kunden waren am Mittwoch stundenlang vom Mobilfunknetz abgeschnitten – Ursache war ein fehlerhaftes Software-Update.

Verizon Communications steht nach einem massiven Netzausfall in der Kritik. Der zweitgrößte Mobilfunkanbieter der USA musste am Mittwoch einräumen, dass ein fehlgeschlagenes Software-Update zu stundenlangen Serviceausfällen bei Millionen Kunden geführt hatte. Das Unternehmen entschuldigt sich nun öffentlich und bietet betroffenen Nutzern eine Gutschrift von 20 US-Dollar an.
Ausfall betraf vor allem die Ostküste
Die Störung begann am Mittwoch gegen Mittag Eastern Time und beeinträchtigte sowohl Sprach- als auch Datendienste. Besonders stark betroffen waren Kunden in der östlichen Hälfte der Vereinigten Staaten. Erst gegen 22 Uhr konnte Verizon das Problem vollständig beheben – nach rund zehn Stunden Ausfall.
Laut der Störungs-Tracking-Website Downdetector gingen zwischen 11 und 23 Uhr mehr als 2,3 Millionen Meldungen über Probleme mit dem Verizon-Netz ein. Den Höhepunkt erreichte die Störung am frühen Nachmittag, als innerhalb von nur 15 Minuten über 178.000 gleichzeitige Beschwerden registriert wurden.
Verizon räumt Versagen ein
"Gestern haben wir den Exzellenzstandard, den unsere Kunden erwarten und den wir von uns selbst erwarten, nicht erfüllt", erklärte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Die angebotene Gutschrift von 20 Dollar solle nicht das Geschehene wiedergutmachen – "das kann keine Gutschrift wirklich", so der Sprecher weiter. Vielmehr sei es eine Möglichkeit, die verlorene Zeit der Kunden anzuerkennen.
Bedeutung für den Mobilfunkmarkt
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Zur AktienanalyseVerizon ist nach AT&T der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in den USA und versorgt Millionen Privat- und Geschäftskunden. Solche Ausfälle können erhebliche wirtschaftliche Folgen haben, da Unternehmen und Privatpersonen zunehmend auf mobile Konnektivität angewiesen sind. Die Verizon-Aktie notierte nach Bekanntwerden der Störung leicht im Minus.
Der Vorfall unterstreicht die Risiken, die mit Software-Updates in kritischen Infrastrukturen verbunden sind. Telekommunikationsunternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Netze kontinuierlich zu modernisieren, ohne dabei die Servicequalität zu gefährden.


