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Verschreibungspflichtiges CBD hilft Patienten bei der Marihuana-Abgewöhnung

Viele Menschen kämpfen mit einer Abhängigkeit von Cannabis.

Verschreibungspflichtiges CBD hilft Patienten bei der Marihuana-Abgewöhnung

Die Einnahme von Marihuana könnte so einfach sein wie die Einnahme von CBD, so die Ergebnisse der allerersten randomisierten klinischen Studie über CBD bei Cannabiskonsumstörungen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass verschriebene Dosen des nichttoxischen Teils der Cannabispflanze den Menschen helfen könnten, mit Cannabis aufzuhören. Die vom MRC finanzierte Studie wurde in der Zeitschrift Lancet Psychiatry veröffentlicht, und in der Studie verabreichten die Forscher 82 Freiwilligen, die motiviert waren, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören, dies aber zuvor versäumt hatten, CBD oder Placebo. Die Forscher maßen die Auswirkungen der Droge auf die Menge des Cannabiskonsums sowohl während einer vierwöchigen Behandlungszeit als auch bis zu sechs Monate nach der Behandlung. Drei verschiedene Dosen der CBD wurden in einem adaptiven Design getestet, um herauszufinden, welche Dosen am wirksamsten sein könnten: 48 Freiwillige erhielten in der ersten Phase der Studie entweder Plazebo oder CBD in Dosen von 200 mg, 400 mg oder 800 mg. Die Forscher stellten fest, dass die niedrigste Dosis von 200 mg CBD unwirksam war und ließen sie deshalb aus der Studie fallen. In der zweiten Phase der Studie rekrutierten die Forscher dann weitere 34 Freiwillige, die entweder Plazebo, 400 mg oder 800 mg CBD erhielten. Am Ende der Studie fanden die Forscher übereinstimmende Beweise dafür, dass CBD in einer Dosis von 400 mg oder 800 mg wirksamer als Placebo war, um den Cannabiskonsum zu reduzieren. Teilnehmer, die mit CBD behandelt wurden, wiesen im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Teilnehmern niedrigere Cannabiskonzentrationen im Urin und eine erhöhte Anzahl von Abstinenztagen auf. Der Hauptautor Dr. Tom Freeman, Direktor der Gruppe für Sucht und psychische Gesundheit in der Abteilung für Psychologie an der Universität Bath, sagte: "Die Ergebnisse unserer Studie eröffnen eine neue therapeutische Strategie zur Bewältigung des problematischen Cannabiskonsums im klinischen Umfeld. Wie wir betonen, hat die CBD bei täglichen oralen Dosen von 400 mg und 800 mg das Potenzial, den erheblichen und derzeit ungedeckten klinischen Bedarf an einer pharmakologischen Behandlung von Cannabiskonsumstörungen zu decken. "Auch wenn es vielleicht kontraintuitiv erscheinen mag, problematischen Cannabiskonsum mit CBD - einem Bestandteil der Cannabispflanze - zu behandeln, so haben THC und CBD doch gegensätzliche Auswirkungen auf unser eigenes endogenes Cannabinoidsystem. Im Gegensatz zu THC hat CBD keine berauschende oder lohnende Wirkung und zeigt das Potenzial für die Behandlung verschiedener anderer medizinischer Störungen".

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