Viridis Mining hebt Mineralressource für Seltenerdprojekt Colossus an
Nach gezielten Infill-Bohrungen meldet Viridis Mining eine branchenführende Ressourcenschätzung von 305 Millionen Tonnen für Colossus in Brasilien.

Das an der australischen Börse ASX notierte Unternehmen Viridis Mining & Minerals hat die Mineralressourcenschätzung (MRE) für sein Seltenerdprojekt Colossus in Brasilien deutlich angehoben. Nach gezielten Infill-Bohrungen beläuft sich die gemessene und angezeigte Mineralressource nun auf branchenführende 305 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 2.723 ppm (Parts per Million) an Gesamtseltenerdoxiden (TREO) beziehungsweise 659 ppm TREO. Das Unternehmen bezeichnet die Schätzung als weltweiten Maßstab in der Branche.
Besonders hervorzuheben ist die gemessene Mineralressource von 31 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 2.858 ppm TREO und 758 ppm gemischten Seltenerdoxiden (MREO). Diese Kategorie bietet dem Unternehmen eine besonders verlässliche Ressourcenbasis für die wertvollsten frühen Produktionsjahre. Hochwertige Magnetseltenerden machen dabei weiterhin 24 Prozent des TREO innerhalb der gemessenen und angezeigten Ressource aus.
Die Gesamtmineralressource von Colossus umfasst nun 473 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 2.505 ppm TREO und 592 ppm MREO. Damit beherbergt das Projekt bereits fast eine halbe Milliarde Tonnen Mineralisierung – und das, obwohl die aktuelle Schätzung lediglich 12 Prozent des gesamten Landbesitzes von Viridis abdeckt.
Bedeutung für Finanzierung und Investitionsentscheidung
Die umfangreiche gemessene Mineralressource hat nicht nur geologische, sondern auch strategische Bedeutung. Viridis erklärt, dass die Ressource eine voraussichtliche Umwandlung des ursprünglichen Produktionsplans in nachgewiesene Erzreserven im Rahmen der endgültigen Machbarkeitsstudie (Definitive Feasibility Study) unterstützt. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Fremdkapitalfinanzierung des Projekts.
Managing Director Rafael Moreno betont die Tragweite des Meilensteins: „Das Projekt Colossus setzt weiterhin den weltweiten Maßstab für die Erschließung von Seltenerden in ionischen Adsorptionstonen. Dies gelingt durch die Kombination aus der weltweit hochgradigsten gemessenen und angezeigten MREO-Mineralressource, einem branchenführenden Gehalt der gemessenen Ressourcen zur Unterstützung der ersten Jahre der geplanten Produktion, einem bewährten Pfad zur Reservenumwandlung gestützt durch außergewöhnliche geologische Sicherheit, branchenführenden metallurgischen Ausbeuten unter Verwendung eines nahezu pH-neutralen Laugungsverfahrens sowie erheblichem Potenzial für weiteres Ressourcenwachstum."
Moreno unterstreicht zudem die finanzielle Dimension des Ergebnisses: „Dies ist nicht nur ein geologischer Meilenstein, sondern ein Finanzierungsmeilenstein. Die Definition von mehr als fünf Jahren an gemessenen Ressourcen für den ursprünglichen Minenplan erfüllt eine wichtige technische Voraussetzung für die Fremdkapitalfinanzierung des Projekts." Eine endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision) strebt das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte an.
Seltene Erden im globalen Kontext
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Zur AktienanalyseSeltene Erden – insbesondere Magnetseltenerden wie Neodym und Praseodym – sind unverzichtbare Rohstoffe für die Herstellung von Permanentmagneten, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und modernen Elektroniksystemen eingesetzt werden. Die globale Nachfrage steigt im Zuge der Energiewende stark an, während das Angebot außerhalb Chinas bislang begrenzt ist. Projekte wie Colossus, die ionische Adsorptionstonsysteme nutzen, gelten als besonders attraktiv, da sie vergleichsweise einfach zu verarbeiten sind und hohe Gehalte an wertvollen Magnetseltenerden aufweisen.
Für Viridis Mining stellt die aktualisierte Ressourcenschätzung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Projektentwicklung dar. Das Unternehmen sieht sich mit Colossus gut positioniert, um von der wachsenden globalen Nachfrage nach Seltenerden außerhalb Chinas zu profitieren – und damit einen Beitrag zur Diversifizierung der weltweiten Lieferketten zu leisten.


