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Visa-Aktie steigt: Stellenabbau und Analystenupgrade treiben Kurs

Visa legt vorbörslich 1,5% zu – Stellenabbau, Analystenupgrades und bevorstehende Quartalszahlen sorgen für Rückenwind.

Visa-Aktie steigt: Stellenabbau und Analystenupgrade treiben Kurs

Die Visa-Aktie legte im vorbörslichen Handel um 1,5% zu, nachdem der Zahlungsdienstleister den Abbau von rund 2.600 Stellen angekündigt hatte. Das entspricht etwa 7% der gesamten Belegschaft. Laut einem internen Memo von CEO Ryan McInerney, das Bloomberg am Dienstagmorgen vorlag, konzentrieren sich die Kürzungen auf die Technologie- und Produktabteilungen.

Die Märkte werteten die Umstrukturierung als klares Signal zur Straffung der Kostenstruktur. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb in der globalen Zahlungsverkehrsbranche spürbar zunimmt. Das durch den Stellenabbau freiwerdende Kapital soll laut Unternehmensangaben in zentrale Wachstumsprioritäten reinvestiert werden.

Analystenupgrades verleihen zusätzlichen Rückenwind

Die Stellenabbau-Ankündigung traf auf bereits positiv gestimmte Märkte, denn unmittelbar zuvor hatte die Erste Group ihr Rating für Visa von „Hold" auf „Buy" angehoben. Als Begründung nannte das Institut das wachsende Angebot an Zahlungs-, Sicherheits- und Datenlösungen sowie den Vorstoß in die Stablecoin-Infrastruktur über die Visa Stablecoin Platform. Zudem hob die Erste Group das Rentabilitätsprofil von Visa hervor, das deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt.

Auch die US-Bank Truist zeigte sich zuletzt optimistisch und hob das Kursziel für Visa von 371 auf 394 US-Dollar an. Diese Anhebung spiegelt die allgemein konstruktive Haltung der Sell-Side-Analysten gegenüber dem Zahlungsriesen wider. Damit reiht sich Truist in eine Reihe positiver Einschätzungen ein, die Visa derzeit von mehreren Seiten erhält.

Quartalszahlen im Fokus: Wall Street erwartet starke Ergebnisse

Besondere Spannung liegt auf dem heutigen Handelstag, da Visa nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen wird. Der Konsens der Wall-Street-Analysten liegt bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 3,23 US-Dollar sowie einem Umsatz von rund 11,38 Milliarden US-Dollar. Die Positionierung der Aktie am Tag der Ergebnisbekanntgabe verstärkt die ohnehin positive Kursdynamik.

Das Marktumfeld spielt Visa dabei zusätzlich in die Karten. Der Dow Jones legte am selben Tag um 0,9% zu, während der S&P 500 leicht im Plus notierte und der Nasdaq etwas schwächer tendierte. Diese Rotationsdynamik – weg von Wachstumstiteln, hin zu etablierten Blue-Chip-Unternehmen – begünstigt traditionell Zahlungsnetzwerke wie Visa.

Die Kombination aus Kostensenkungsprogramm, positiven Analysteneinschätzungen und der Erwartungshaltung vor den Quartalszahlen verlieh der Visa-Aktie genügend Schwung, um über den vorherigen Schlusskurs zu steigen. Das Papier notiert nun sogar über seinem 52-Wochen-Hoch von 365,14 US-Dollar – ein technisch bedeutsames Signal für viele Marktteilnehmer.

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