Vodafone kündigt umfangreichen Stellenabbau an
Schwache Geschäftszahlen zwingen Vodafone zu drastischen Maßnahmen - Tausende Jobs sollen wegfallen

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat angekündigt, in den nächsten drei Jahren etwa ein Zehntel seiner Belegschaft abzubauen. Diese Entscheidung fällt im Zuge eines Sparkurses, den die neue Konzernchefin Magherita Della Valle eingeleitet hat. Angesichts des zuletzt verlangsamten Wachstums des Unternehmens sollen weltweit 11.000 Stellen gestrichen werden, was etwa zehn Prozent aller Beschäftigten entspricht. Della Valle erklärte, dass die Leistungen des Unternehmens nicht ausreichend waren und eine Vereinfachung der Organisation notwendig sei, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.
Besonders betroffen von den Stellenstreichungen sind Jobs im Management. Gleichzeitig sollen in "kundennahen Bereichen" 400 neue Stellen geschaffen werden. Vodafone reagiert damit auf schwache Geschäftszahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz nur um 0,3 Prozent auf 45,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um 1,3 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro zurück, unter anderem aufgrund gestiegener Energiekosten und eines schwachen Deutschland-Geschäfts.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Vodafone einen deutlichen Einbruch des Mittelzuflusses auf 3,3 Milliarden Euro, während Experten zuvor mit 3,6 Milliarden Euro gerechnet hatten. In Deutschland sollen bis März nächsten Jahres 1300 Vollzeitstellen gestrichen werden, hauptsächlich in der Verwaltung. Gleichzeitig plant das Unternehmen jedoch, in "kundennahen Bereichen" wie Service und Technik rund 400 neue Stellen zu schaffen. Insgesamt würde die Beschäftigtenzahl in Deutschland um 900 sinken.
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Zur AktienanalyseVodafone steht insbesondere auf dem deutschen Mobilfunkmarkt unter Druck, während die Konkurrenten Deutsche Telekom und Telefónica (O2) an Fahrt gewinnen. Die Geschäftszahlen haben an der Londoner Börse zu einem Rückgang des Vodafone-Aktienkurses um knapp fünf Prozent geführt. Analysten bezeichnen die Ergebnisse des Telekomkonzerns als "schwach" und sind auch skeptisch hinsichtlich des Ausblicks für das aktuelle Geschäftsjahr. Obwohl die Offenheit der neuen Vorstandsvorsitzenden und die Pläne des Managements gelobt werden, fordert der Markt konkrete Ergebnisse ein.


