Volkswagen legt Konzernbilanz 2025 vor: Gewinneinbruch erwartet
CEO Oliver Blume präsentiert heute in Wolfsburg die Jahreszahlen – mit deutlichem Gewinnrückgang und überraschendem Cashflow-Plus.

Volkswagen öffnet heute seine Bücher: Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz präsentieren ab 9.30 Uhr bei der Jahrespressekonferenz in Wolfsburg die Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2025. Neben den Zahlen steht auch der Ausblick auf 2026 im Mittelpunkt – für Anleger dürfte dieser besonders aufschlussreich sein.
Das Umfeld war 2025 alles andere als einfach für Europas größten Automobilhersteller. US-Zölle, ein intensivierter Preiskampf in China sowie hausgemachte Probleme bei den Töchtern Audi und Porsche AG haben das Geschäft spürbar belastet. In den ersten neun Monaten brach das Konzernergebnis um mehr als 60 Prozent ein – ein historisch schlechter Wert für den Wolfsburger Konzern.
Haupttreiber des Einbruchs war die Porsche AG: Der Strategiewechsel hin zur Verlängerung von Verbrenner-Modellen verursachte erhebliche Sonderbelastungen, die auf die VW-Konzernmutter durchschlugen. Analysten erwarten zwar auch im Gesamtjahr 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang, gehen aber davon aus, dass das vierte Quartal etwas Boden gutmachen konnte.
Cashflow überrascht positiv
Einen Lichtblick gab es bereits im Januar: VW meldete überraschend, dass der operative Cashflow 2025 mit rund sechs Milliarden Euro deutlich besser ausgefallen ist als die zuvor angesteuerten null Euro. Der Cashflow misst den tatsächlichen Mittelzufluss eines Unternehmens und ist ein wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität – unabhängig von Umsatz oder ausgewiesenem Gewinn.
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Zur AktienanalyseBeim Absatz rutschte der Konzern knapp unter die symbolisch wichtige Marke von neun Millionen Fahrzeugen. Weltweit lieferte VW 8,98 Millionen Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders in China und Nordamerika gingen die Auslieferungszahlen zurück, während Europa zumindest leichte Zuwächse verzeichnete.
Für Privatanleger bleibt die heutige Pressekonferenz richtungsweisend: Entscheidend wird sein, wie Blume die Strategie für 2026 skizziert – insbesondere mit Blick auf die Elektromobilitätsstrategie, mögliche weitere Sparmaßnahmen und die Entwicklung der Margen bei den Premiumtöchtern Audi und Porsche.


