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Volkswagen verschärft Sparkurs: 60 Milliarden Euro Einsparziel bis 2028

Konzernweite Kostensenkung um 20 Prozent geplant – Betriebsrat wehrt sich gegen mögliche Werksschließungen

Volkswagen verschärft Sparkurs: 60 Milliarden Euro Einsparziel bis 2028

Der Volkswagen-Konzern dreht die Kostenschraube weiter an. Bis Ende 2028 sollen die Ausgaben konzernweit um 20 Prozent sinken, wie das Manager Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Das entspricht einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz stellten den ambitionierten Plan bereits Mitte Januar den 120 Top-Führungskräften vor.

Die drastischen Maßnahmen gehen über das bereits beschlossene Sparprogramm der Kernmarke VW hinaus. Laut Medienbericht könnten auch Werksschließungen zur Diskussion stehen – eine Aussage, zu der sich VW bislang nicht äußern will. Der Konzern verweist lediglich darauf, dass Blume am 10. März bei der Bilanzvorlage über den aktuellen Stand der Sparmaßnahmen informieren werde.

Betriebsrat pocht auf Vereinbarungen

Betriebsratschefin Daniela Cavallo stellt sich klar gegen mögliche Werksschließungen. "Mit uns wird es keine Werksschließungen geben", bekräftigte sie in einer Information an die Belegschaft. Sie verwies auf die Ende 2024 getroffene Vereinbarung zwischen Gewerkschaft und Unternehmen, die Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

Die damalige Einigung sieht den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland zwischen 2025 und 2030 vor – allerdings sozialverträglich gestaltet. "Uns ist bewusst, dass wir uns mit dem Konzern nach wie vor in einer schwierigen Lage befinden", räumte Cavallo ein. Die Maßnahmen zielten darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Beschäftigten abzufedern.

Finanzdruck durch Rating und Marktumfeld

Der DAX-Konzern steht unter erheblichem finanziellen Druck. Die Ratingagentur S&P senkte kurz vor Weihnachten den Ausblick für Volkswagen auf "negativ" und warnte vor dem Risiko, dass wichtige Finanzkennziffern verfehlt werden könnten. Als Reaktion darauf beschaffte Finanzchef Antlitz kürzlich sechs Milliarden Euro an liquiden Mitteln, unter anderem durch den Verkauf von Forderungen.

"Wir müssen die Gewinnschwelle senken", wird Blume zitiert. Das Sparziel von 20 Prozent sei "die Ambition" und gelte für alle Marken und Kostenarten. Die Gründe für den verschärften Sparkurs liegen auf der Hand: Die Flaute auf dem wichtigen chinesischen Markt, die unsichere US-Zollpolitik und ein zunehmend schwieriges Wettbewerbsumfeld setzen die Rendite unter Druck.

Kontinuität im Sparkurs

Die neuen Pläne setzen eine bereits 2023 eingeleitete Strategie fort. Seit dem damals beschlossenen Profitabilitätsprogramm habe der Konzern bereits Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe realisiert, so VW. Für die Kernmarke VW läuft ein separates Sparprogramm, das Ergebnisverbesserungen von rund elf Milliarden Euro vorsieht.

Ursprünglich sollte damit bis 2026 eine operative Umsatzrendite von 6,5 Prozent erreicht werden. Aufgrund von Verzögerungen wurde das Zieldatum jedoch auf 2029 verschoben. Die Anleger dürften die weiteren Details bei der Bilanzvorlage am 10. März mit Spannung erwarten – insbesondere vor dem Hintergrund der Rating-Risiken und der angespannten Marktlage.

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