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Volution Group hebt Gewinnprognose an und übertrifft Konsens

Der britische Lüftungsspezialist erwartet ein EPS-Wachstum von 15% und Rekordmargen – trotz schwächelndem Heimatmarkt.

Volution Group hebt Gewinnprognose an und übertrifft Konsens

Die Volution Group plc hat am Donnerstag in einem Update vor dem Periodenabschluss ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein Ergebnis je Aktie (EPS) von rund 38,0 Pence – das entspricht einem Wachstum von etwa 15% gegenüber dem Vorjahr und liegt 4% über dem aktuellen Marktkonsens.

Der entscheidende Treiber hinter der Anhebung sind verbesserte operative Margen. Die EBITA-Marge soll im Geschäftsjahr 2026, das am 31. Juli 2026 endet, voraussichtlich 22,8% erreichen – ein Rekordwert in der Unternehmensgeschichte. Die Margenverbesserungen wurden dabei in allen Geschäftsbereichen auf organischer Basis erzielt, was die Breite der positiven Entwicklung unterstreicht.

Beim Umsatz rechnet Volution für das Gesamtjahr mit einem organischen Wachstum von rund 3%. Das Unternehmen ist in drei Regionen aktiv: dem Vereinigten Königreich, Europa sowie Australasien.

Starkes Europa, schwaches Großbritannien

Die Region Europa entwickelt sich zum klaren Wachstumsmotor des Konzerns. Volution erwartet hier ein organisches Umsatzwachstum von 5,5% bis 6,0%, mit einer Beschleunigung auf rund 6,5% in der zweiten Jahreshälfte. Besonders stark schnitten die Nordics, ClimaRad und ERI ab. Frankreich hingegen enttäuschte, während Deutschland stabil bis leicht positiv blieb – ein für deutsche Anleger relevanter Datenpunkt.

Ganz anders das Bild im Heimatmarkt: Der britische Markt wird im Vergleich zum Vorjahr stagnieren, was einen Rückgang von rund 3% in der zweiten Jahreshälfte bedeutet. Es wäre das erste negative Ergebnis für das UK-Segment seit dem Geschäftsjahr 2020 – ein bemerkenswerter Einschnitt, der die anhaltende Schwäche des britischen Bau- und Renovierungsmarktes widerspiegelt.

Die Region Australasien zeigt sich dagegen solide: Hier wird ein organisches Umsatzwachstum von 3% bis 3,5% erwartet, was im Einklang mit der Performance des ersten Halbjahres steht. Zusätzlichen Rückenwind liefert der positive Nettoeffekt aus den Akquisitionen von AC Industries und Fantech, die das Ergebnis der Sparte weiter stützen.

Spielraum für weitere Zukäufe

Auch die Bilanz des Unternehmens sendet positive Signale. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA liegt für das Geschäftsjahr 2026 bei 1,6 – ein moderater Wert, der dem Unternehmen nach eigenen Angaben ausreichend Spielraum für Mergers-&-Acquisitions-Aktivitäten (M&A) im kommenden Jahr lässt. Volution hat in der Vergangenheit wiederholt auf Zukäufe gesetzt, um sein Portfolio zu erweitern, wie zuletzt die Übernahmen in Australasien zeigen.

Die Prognoseanhebung von Volution sticht umso mehr hervor, da andere Wettbewerber im Bereich Gebäudetechnik und Lüftung zuletzt mit Gewinnwarnungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Unternehmen demonstriert damit eine operative Stärke, die sich klar vom Branchenumfeld abhebt. Für Anleger dürfte insbesondere die Kombination aus Rekordmargen, solidem organischen Wachstum und M&A-Potenzial von Interesse sein.

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