Volvo Cars wandelt 300-Millionen-Dollar-Polestar-Schulden in Eigenkapital um
Der schwedische Autobauer stärkt die Konzernverflechtung innerhalb des chinesischen Geely-Imperiums durch einen milliardenschweren Anteilstausch.

Volvo Cars wandelt Schulden von Polestar im Wert von rund 300 Millionen US-Dollar in Eigenkapital um. Der Schritt soll die finanzielle und operative Integration der beiden Marken innerhalb des Geely-Konzerns vertiefen. Gleichzeitig führt die Konzernmutter Geely Holding einen ähnlichen Anteilstausch in vergleichbarer Höhe durch.
Im zweiten Quartal 2026 folgt eine weitere Umwandlung durch Volvo Cars in Höhe von rund 65 Millionen US-Dollar. Nach Abschluss aller Transaktionen wird Volvo Cars eine Beteiligung von etwa 19,9 Prozent an Polestar halten. Das Unternehmen hatte 2024 bereits den Großteil seiner Polestar-Anteile an Geely abgegeben und war damit von der Mehrheits- zur Minderheitsbeteiligung gewechselt.
Geely bündelt Kräfte innerhalb des Konzerns
Der chinesische Geely-Konzern verfolgt mit diesen Maßnahmen klare strategische Ziele: Kostenreduktion, verbesserte Skaleneffekte und die markenübergreifende Nutzung von Fertigungskapazitäten. Sowohl Volvo Cars als auch Polestar befinden sich mehrheitlich im Besitz von Geely Holding, was eine enge Abstimmung beider Marken begünstigt.
Die Umstrukturierung ist Teil einer breiteren Konsolidierungsstrategie des Konzerns. Polestar kämpft seit längerem mit Absatzproblemen und einem schwierigen Marktumfeld für Elektrofahrzeuge. Die Schuldenumwandlung entlastet die Bilanz des schwedisch-chinesischen EV-Herstellers und stärkt gleichzeitig die Kapitalstruktur.
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Zur AktienanalyseEbenfalls am Montag verkündete Volvo Cars, künftig als exklusiver Vertriebspartner für Fahrzeuge der Marke Lynk & Co in Europa aufzutreten. Lynk & Co ist eine weitere Schwestermarke innerhalb des Geely-Universums. Damit baut Volvo Cars seine Rolle als zentrales Vertriebsrückgrat des Konzerns in Europa weiter aus.


