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Vopak plant LNG-Terminal in Victoria

Projektstart für 2029 vorgesehen – Gespräche über schwimmende Anlage laufen bereits

 Vopak plant LNG-Terminal in Victoria

Vopak hat Gespräche mit Gaslieferanten und Abnehmern für ein geplantes Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Victoria, Australien, aufgenommen. Das Unternehmen erwartet eine endgültige Investitionsentscheidung in den Jahren 2026 oder 2027. Der globale Betreiber von Energiespeichern plant den Bau des Terminals in Port Phillip Bay, um der steigenden Nachfrage im Südosten Australiens zu begegnen. Die Inbetriebnahme könnte ab 2029 erfolgen, sofern alle Umweltgenehmigungen und kommerziellen Verträge rechtzeitig vorliegen.

Das geplante Terminal soll mit einem sogenannten Floating Storage Regasification Unit (FSRU) betrieben werden. Dabei handelt es sich um ein schwimmendes Lager- und Wiederverdampfungsschiff mit einer angestrebten Kapazität von 170.000 Kubikmetern. Laut Paul Kanters, Geschäftsführer von Vopak Terminals Australia, sei es nach dem Krieg in der Ukraine jedoch äußerst schwierig geworden, eine geeignete FSRU zu sichern, da europäische Länder vermehrt auf schwimmende LNG-Terminals setzen.

Vopak befindet sich nach eigenen Angaben in finalen Gesprächen mit einem Anbieter, um ein FSRU speziell für das Projekt in Victoria bereitzustellen. Ziel sei es, das Terminal für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren zu betreiben. Hintergrund des Vorhabens sind Warnungen der Regulierungsbehörden, dass es ab 2027 zu Engpässen in der Gasversorgung kommen könnte. Das Terminal wäre eines von vier geplanten Projekten im Südosten Australiens, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Besondere Herausforderungen sieht das Unternehmen im Charakter des Marktes in Victoria. Dort sei der Verbrauch im Winter besonders hoch, was den Bau entsprechender Infrastruktur erfordere. Der Einsatz eines FSRU biete laut Kanters zudem die nötige Flexibilität, um auf mögliche Veränderungen der Gasnachfrage reagieren zu können, etwa im Zuge der zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft. Im Fall eines Nachfragerückgangs könne das FSRU einfach verlegt werden, ohne dass dauerhafte Infrastruktur zurückbleibe, die langfristig abgeschrieben werden müsste.

Australien war im vergangenen Jahr nach den Vereinigten Staaten der weltweit zweitgrößte Exporteur von Flüssigerdgas. Die wichtigsten Gasvorkommen des Landes befinden sich jedoch im Nordwesten, weit entfernt von den bevölkerungsreichen Regionen im Südosten, wo sich das geplante Terminal befindet.

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