Vorbörslich: Nvidia, Alibaba und Dropbox unter Druck
Während US-Futures leicht zulegen, geraten mehrere Tech-Schwergewichte vorbörslich unter erheblichen Verkaufsdruck.

Der US-Aktienmarkt startet vorsichtig in den Freitag. Die Futures tendierten leicht fester, doch geopolitische Spannungen und wichtige Wirtschaftsdaten hielten die Anleger zurück. Im vorbörslichen Handel dominierten Kursrückgänge bei mehreren prominenten Technologiewerten.
Nvidia gab vorbörslich um 0,3 Prozent nach. Der Chiphersteller steht vor seinen mit Spannung erwarteten Quartalszahlen in der kommenden Woche, die maßgeblich die künftige Marktstimmung im KI-Sektor beeinflussen dürften. Anleger positionieren sich bereits im Vorfeld.
Besonders hart traf es die chinesischen Technologieriesen Alibaba und Baidu. Die Alibaba-ADRs verloren 2,1 Prozent, Baidu brach sogar um 3,4 Prozent ein. Auslöser war eine US-Militärliste des Pentagons, auf der beide Unternehmen vorübergehend als Firmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär geführt wurden. Obwohl die Listung kurzfristig war, reagierten Investoren mit Verkäufen.
Herbe Verluste bei Akamai und Dropbox
Akamai Technologies erlitt den schwersten Kurssturz unter den Verlierern des Tages. Die Aktie brach um 10 Prozent ein, nachdem das Cloud-Computing-Unternehmen trotz besser als erwarteter Umsatzzahlen im vierten Quartal einen enttäuschenden Ausblick für das erste Quartal präsentierte. Märkte bestrafen schwache Prognosen oft härter als starke Ist-Zahlen belohnt werden.
Dropbox verlor 5,2 Prozent, nachdem der Filehosting-Dienst einen Umsatzrückgang im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr meldete. Zusätzlich enttäuschte die Jahresprognose für 2026 die Erwartungen der Analysten deutlich. Newmont Goldcorp, der weltgrößte Goldproduzent, fiel um 3,5 Prozent, da das Unternehmen wegen geplanter Modernisierungen in einigen Minen eine geringere Goldproduktion für das laufende Jahr ankündigte.
Grail mit dramatischem Kurseinbruch
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Zur AktienanalyseDen mit Abstand größten Tagesverlust verbuchte Grail mit einem Minus von 45 Prozent. Der Hersteller von Krebsfrüherkennungstests teilte mit, dass sein Multi-Krebs-Screening-Test Galleri den primären Endpunkt einer statistisch signifikanten Reduzierung von kombinierten Krebserkrankungen im Stadium III und IV verfehlt hat. Solche klinischen Rückschläge führen bei Biotech-Unternehmen regelmäßig zu massiven Kursabschlägen.
Auf der Gewinnerseite stach Live Nation mit einem Plus von 4,2 Prozent hervor. Das Konzert- und Veranstaltungsunternehmen übertraf die Erwartungen beim Quartalsumsatz, getragen von anhaltend starker Nachfrage nach Live-Erlebnissen in Arenen und Amphitheatern. Opendoor Technologies legte sogar um 18 Prozent zu, nachdem der Online-Immobilienmarktplatz ebenfalls besser als erwartete Quartalsumsätze meldete.


