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VTB meldet Gewinnrückgang und warnt vor turbulentem März

Russlands zweitgrößte Bank verzeichnet 11% weniger Gewinn in den ersten zwei Monaten 2026.

VTB meldet Gewinnrückgang und warnt vor turbulentem März

Die russische Großbank VTB hat für Januar und Februar 2026 einen Gewinnrückgang von 11 Prozent gemeldet. Dmitry Pyanov, erster stellvertretender Vorstandsvorsitzender, bezeichnete die ersten beiden Monate als vergleichsweise ruhig. Für den März hingegen erwartet er deutlich turbulentere Bedingungen.

Als Hauptgründe für die erwartete Verschlechterung nennt Pyanov zwei Faktoren: den anhaltenden Krieg im Nahen Osten sowie eine sich verschlechternde Situation bei den Yuan-Abrechnungen. Letzteres ist für russische Banken besonders relevant, da der Handel mit China nach westlichen Sanktionen stark an Bedeutung gewonnen hat. Die Abwicklung von Transaktionen in chinesischer Währung gestaltet sich zunehmend schwierig.

Zinspolitik und Rubel-Ausblick

Pyanov äußerte sich auch zur Geldpolitik der russischen Zentralbank. Eine schwache Wirtschaftsaktivität könnte die Notenbank dazu veranlassen, die Zinsen aktiver zu senken, so der Bankmanager. Zuletzt hatte die russische Zentralbank ihren Leitzins am 20. März um 50 Basispunkte auf 15 Prozent gesenkt – ein Niveau, das im internationalen Vergleich nach wie vor sehr hoch ist.

Für den Rubel zeichnet Pyanov für 2026 ein vorsichtig optimistisches Bild. Hohe Ölpreise sowie die Entscheidung, Anpassungen der staatlichen Fiskalregel bis 2027 aufzuschieben, seien positive Faktoren für die russische Währung. Aktuell liegt der Wechselkurs bei rund 81 Rubel je US-Dollar.

VTB gilt als wichtiger Gradmesser für den Zustand des russischen Bankensektors. Die Bank steht seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine unter massivem westlichem Sanktionsdruck, hat sich jedoch durch die Umorientierung auf östliche Handelspartner und staatliche Unterstützung stabilisiert.

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