Vulcan Elements schließt Liefervertrag mit ReElement
Seltene Erden aus Recycling und Bergbau sollen ab 2026 zu niedrigen Kosten fließen

Vulcan Elements, ein Hersteller von Selten-Erd-Magneten mit Sitz in North Carolina, hat einen Liefervertrag mit ReElement Technologies abgeschlossen. Das Abkommen sieht vor, dass Vulcan künftig mit kritischen Mineralien beliefert wird, die außerhalb Chinas gewonnen werden. Die Unternehmen machten keine genauen Angaben zu den finanziellen Konditionen, erklärten jedoch, der Preis liege deutlich unter der Schwelle von 110 US-Dollar pro Kilogramm, die das US-Verteidigungsministerium im Juli für die zwei gefragtesten Selten-Erd-Mineralien garantiert hatte.
Der Vertrag wurde Mitte Juli unterzeichnet, wie Vulcan mitteilte. Seltene Erden werden in Form von Oxiden geliefert, die zu Metallen verarbeitet und anschließend in Magneten genutzt werden. Diese finden Anwendung in militärischer Ausrüstung wie Kampfjets und Radarsystemen sowie in Konsumgütern der Elektronikbranche. Laut Unternehmensangaben soll die Preisgestaltung Vulcan dabei helfen, auf internationalen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben. Firmenchef John Maslin betonte, dass die ökonomischen Grundlagen des Geschäfts stimmig sein müssten.
ReElement Technologies, ein Unternehmen aus Indiana, wird ab dem Jahr 2026 jährlich mehrere Tausend Tonnen Selten-Erd-Oxide an Vulcan liefern. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre. Die Rohstoffe sollen dabei entweder aus alten Elektronikgeräten oder aus bestehenden Bergbaustandorten stammen. ReElement setzt auf ein spezielles Verfahren zur Verarbeitung, das auf Chromatografie basiert. Dieses unterscheidet sich von der in der Branche verbreiteten Methode der Lösungsmittel-Extraktion.
Nach Angaben von ReElement ermöglicht die Chromatografie niedrigere Produktionskosten, wodurch die Preise unterhalb der staatlich garantierten Marke von 110 US-Dollar pro Kilogramm bleiben können. Firmenchef Mark Jensen erklärte, man konzentriere sich konsequent auf Kosteneffizienz. Im Vordergrund stehe derzeit der Marktpreis und nicht die vom Verteidigungsministerium gesetzte Preisuntergrenze.
Erst im Juli war bekannt geworden, dass die US-Regierung unter Donald Trump erwägt, die Preisgarantie auch auf andere Unternehmen auszuweiten. Über diesen Punkt wurde bei einem nicht öffentlichen Treffen in Washington diskutiert, an dem auch Vertreter von Vulcan und ReElement teilnahmen. Das Abkommen zwischen den beiden Firmen könnte somit auch vor dem Hintergrund dieser politischen Entwicklungen Bedeutung gewinnen.
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Zur AktienanalyseIn den Vereinigten Staaten gelten Seltene Erden als strategisch wichtige Rohstoffe, da sie für zahlreiche sicherheitsrelevante und technologische Anwendungen unverzichtbar sind. Der Abschluss des Liefervertrags soll Vulcan die Versorgung mit diesen Materialien sichern und zugleich eine Abhängigkeit von China verringern.

