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VW investiert fünf Milliarden Dollar in E-Auto-Hersteller Rivian

Volkswagen ist inzwischen größter Anteilseigner bei Rivian – noch vor Amazon und Investoren aus Saudi-Arabien.

VW investiert fünf Milliarden Dollar in E-Auto-Hersteller Rivian

Für den amerikanischen Elektroautohersteller Rivian ist die Partnerschaft mit Volkswagen eine zweischneidige Angelegenheit. Einerseits hält das Kapital aus Wolfsburg das chronisch defizitäre Unternehmen am Leben – andererseits bringt die enge Abhängigkeit von einem einzigen Großinvestor auch Risiken mit sich.

VW hat sich bei Rivian inzwischen zur Nummer eins unter den Anteilseignern entwickelt. Der Wolfsburger Konzern verdrängte damit bisherige Schwergewichte wie Amazon sowie Investoren aus Saudi-Arabien und den USA vom Spitzenplatz der Aktionärsstruktur.

Milliardensumme als Lebensader

Insgesamt hat Volkswagen bislang rund fünf Milliarden Dollar in den US-amerikanischen E-Auto-Pionier gepumpt. Für ein Unternehmen, das bisher keine schwarzen Zahlen schreibt, ist dieses Engagement aus Deutschland mehr als nur ein strategisches Signal – es ist eine finanzielle Lebensader.

Rivian gilt in der Elektromobilitätsbranche als ambitionierter, aber verlustträchtiger Akteur. Ohne die milliardenschwere Unterstützung aus dem Volkswagen-Konzern wäre die Zukunft des Unternehmens nach Einschätzung von Beobachtern deutlich ungewisser. Für Privatanleger, die Rivian im Depot halten oder beobachten, ist die VW-Beteiligung damit ein zentraler Stabilitätsfaktor.

Strategische Weichenstellung für beide Konzerne

Für Volkswagen selbst ist das Investment in Rivian Teil der eigenen Transformation hin zur Elektromobilität. Der deutsche Automobilriese steht unter erheblichem Druck, im globalen Wettbewerb mit Tesla, chinesischen Herstellern und anderen US-Konkurrenten nicht den Anschluss zu verlieren. Die Beteiligung an einem amerikanischen E-Auto-Spezialisten kann dabei technologisches Know-how und Marktzugang in Nordamerika sichern.

Für Anleger bleibt die Konstellation spannend: Ein europäischer Traditionskonzern als größter Anteilseigner eines defizitären US-Start-ups – das ist eine ungewöhnliche, aber in der aktuellen Umbruchphase der Automobilindustrie durchaus symptomatische Konstellation. Wie sich das Verhältnis zwischen Segen und Risiko langfristig entwickelt, bleibt abzuwarten.

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