VW-Manager müssen Urlaub neu planen
Die Änderung der Urlaubsregelungen bei Volkswagen und ihre Auswirkungen auf das Unternehmen

In einer bemerkenswerten Änderung der Urlaubsregelungen für Volkswagen-Manager hat der Autobauer beschlossen, das bisherige Privileg des unbegrenzten Anhäufens von Jahresurlaub abzuschaffen. Bislang galten für Führungskräfte bei Volkswagen Sonderregelungen, die es ihnen ermöglichten, ihren Jahresurlaub nicht im selben Jahr wie die tariflich beschäftigten Mitarbeiter zu nehmen. Sie konnten ihren Urlaub unbegrenzt aufsparen und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Diese Praxis wird jedoch ab 2024 der Vergangenheit angehören, wie der "Spiegel" zuerst berichtete.
Eine Sprecherin von Volkswagen erklärte, dass diese Neuregelung dazu diene, die Urlaubsregelungen für das Management an die im Tarifbereich geltenden Regelungen anzugleichen. Es gehe darum, die Prozesse im Personalbereich zu vereinheitlichen und sicherzustellen, dass der Urlaub als Mittel zur Erholung und zum Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten angesehen wird. Die Mitglieder des Managements tragen eine besondere Verantwortung aufgrund ihrer Vorbildfunktion im Unternehmen, und diese Regeländerung soll dieser Verantwortung gerecht werden.
Konkret bedeutet dies, dass Manager und leitende Angestellte ihren Jahresurlaub gemäß den neuen Vorschriften innerhalb des Kalenderjahres nehmen müssen. Wenn es zu einer Übertragung auf das Folgejahr kommt, ist der noch bestehende Urlaubsanspruch ohne Antrag maximal bis zum 31. März des Folgejahres zu nutzen. Diese Regelung gilt nun sowohl für das Management als auch für die tariflich beschäftigten Mitarbeiter.
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Zur AktienanalyseDer Hintergrund dieser Änderung ist das Ziel von Volkswagen, Kosten zu reduzieren und effizienter zu arbeiten. Insbesondere die Möglichkeit, Resturlaub unbegrenzt in das nächste Jahr zu übertragen, wurde für das Unternehmen zunehmend problematisch, da es Rückstellungen dafür bilden musste. Dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der Europas größter Autobauer an einem milliardenschweren Sparprogramm arbeitet und auch einen möglichen Personalabbau in Erwägung zieht, um die neuen Renditevorgaben zu erreichen, die von Konzernchef Oliver Blume im Sommer angekündigt wurden.


