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VW streicht Top-Gehälter

Konzern setzt im Sparkurs Tarifgruppe Plus aus

VW streicht Top-Gehälter

Im Zeichen wachsender ökonomischer Herausforderungen hat der deutsche Autogigant Volkswagen einen strikten Sparkurs eingeleitet. Ziel des Manövers ist es, die Profitabilität des Konzerns zu steigern. Diese Initiative scheint nun spürbare Folgen für die Mitarbeiterstruktur zu haben, insbesondere für diejenigen, die auf der Gehaltsleiter oben stehen. Konkret sollen Neuzugänge in die höchste Tarifgruppe, den sogenannten Tarif Plus, zeitweise ausgesetzt werden. Der Tarif Plus stellt eine Besonderheit dar, da er eine Brücke zwischen der normalen Tarifvergütung und dem Management bildet. Die Spitzengehälter in dieser Gruppe können inklusive Boni leicht die Marke von 120.000 Euro Jahresgehalt überschreiten – eine Summe, die bei vielen anderen Unternehmen außertariflich angesiedelt ist.

Die Vorgabe des Konzerns, die Zahl der Tarif Plus-Mitarbeiter zu deckeln, indem freiwerdende Stellen nur bei Bedarf neu besetzt werden, hat für die rund 9000 betroffenen VW-Angestellten weitreichende Konsequenzen. Diese Gruppe, die überwiegend aus Spezialisten und Unterabteilungsleitern besteht, sieht sich nun mit einer neuen Realität konfrontiert: eine Begrenzung der Gehaltsentwicklung bei gleichzeitiger Forderung nach Flexibilität und Mehrarbeit, die bereits durch das hohe Gehalt abgegolten ist.

Volkswagen steht vor der Herausforderung, seine Kosten zu senken, ohne dabei die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. In den letzten fünf Jahren haben die Personalkosten des Konzerns deutlich zugenommen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, strebt das Management von VW-Chef Oliver Blume danach, die Umsatzrendite auf zehn Prozent zu steigern. Insbesondere die Kernmarke VW ist hier unter Druck, da sie aktuell mit einer operativen Marge von nur 3,4 Prozent agiert. Bis 2026 ist es das Ziel, eine Effizienzsteigerung zu erzielen, die letztlich zu einer Umsatzrendite von 6,5 Prozent führen soll.

Der Sanierungsplan von VW befindet sich derzeit in intensiven Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern, wobei der Betriebsrat klare Grenzen für Einsparungen gesetzt hat. Beschäftigungssicherungen und die Konditionen des Haustarifvertrages sollen demnach unangetastet bleiben. Die derzeitigen Diskussionen um das Performance Programm zeigen die Ernsthaftigkeit der Lage: Alle Kosten, insbesondere die der höheren Gehaltsgruppen, werden genau unter die Lupe genommen.

Die unmittelbaren Auswirkungen dieses Sparkurses zeigen sich auch in anderen Bereichen des Unternehmens. So wurde kürzlich für die wichtigsten deutschen Standorte ein Einstellungsstopp verkündet. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die laufenden Effizienzprogramme nicht zu gefährden. Weiterhin wird eine Anpassung der Homeoffice-Regelungen vorgenommen, die insbesondere das Management trifft und die Präsenz im Unternehmen sicherstellen soll.

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