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Wall Street startet verhalten wegen US-Iran-Spannungen nach Rekordrally

Eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen die Anlegerstimmung nach einer starken Vorwoche an der Wall Street.

Wall Street startet verhalten wegen US-Iran-Spannungen nach Rekordrally

Die wichtigsten US-Börsenindizes haben am Montag verhalten eröffnet. Nach einer Rekordrally in der Vorwoche belasteten eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Stimmung der Anleger und sorgten für einen vorsichtigen Wochenauftakt.

Der Dow Jones Industrial Average verlor zur Eröffnung 25,1 Punkte oder 0,05 Prozent und notierte bei 49.422,37 Zählern. Damit gab der bekannteste US-Leitindex einen Teil seiner jüngsten Gewinne ab, blieb aber in der Nähe seiner Rekordstände.

Auch der breiter gefasste S&P 500 startete schwächer: Er sank zu Handelsbeginn um 9,0 Punkte oder 0,13 Prozent auf 7.117,05 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite gab mit einem Minus von 51,0 Punkten oder 0,21 Prozent auf 24.417,528 Zähler am stärksten nach.

Geopolitische Risiken belasten die Märkte

Im Mittelpunkt der Anlegersorgen steht der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, dessen Fortbestand zunehmend ungewiss erscheint. Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich zuletzt merklich verschärft und werfen Fragen über den Ausgang neuer Friedensgespräche auf.

Zusätzlichen Druck auf die Märkte übte die Beschlagnahmung eines iranischen Schiffes durch die USA aus. Infolgedessen stiegen die Ölpreise sprunghaft an, da die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel – erneut gesperrt wurde. Die Straße von Hormus gilt als strategisch bedeutsamer Engpass, durch den ein erheblicher Teil der weltweiten Öllieferungen transportiert wird.

Starke Vorwoche und bevorstehende Belastungsproben

Die verhaltene Eröffnung folgt auf eine außergewöhnlich starke Vorwoche, in der alle drei großen US-Indizes neue Rekordstände erreicht hatten. Nun stehen die Märkte vor einem Härtetest: In den kommenden Wochen werden die Quartalsergebnisse für das erste Quartal erwartet, die zeigen werden, ob die hohen Bewertungen der US-Aktien fundamental gerechtfertigt sind.

Anleger beobachten dabei nicht nur die geopolitische Lage, sondern auch eine Reihe weiterer Faktoren, die in der kommenden Woche im Fokus stehen dürften. Dazu zählen neben den Q1-Gewinndaten auch die weiteren Entwicklungen rund um die US-iranischen Verhandlungen und deren mögliche Auswirkungen auf die Energiemärkte.

Für deutsche Anleger mit Engagements in US-Aktien oder Energiewerten bleibt die Lage damit angespannt. Die Kombination aus rekordhohen Bewertungen, unsicherer Geopolitik und bevorstehenden Unternehmenszahlen dürfte die Volatilität an den Märkten in den nächsten Tagen erhöhen.

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