Walmart-Erbe Lukas Walton kauft Anteile an Chicago Bulls
Der 39-jährige Milliardär und seine Frau Samantha erwerben eine Minderheitsbeteiligung von 10% am NBA-Franchise und der Arena.

Der Walmart-Erbe Lukas Walton und seine Ehefrau Samantha haben eine Minderheitsbeteiligung an den Chicago Bulls sowie am United Center erworben. Das NBA-Team bestätigte die Transaktion am Freitag. Demnach kauften die Waltons bestehende Anteile von Kommanditisten – eine Option zur späteren Übernahme der Mehrheitsbeteiligung ist ausdrücklich ausgeschlossen.
Die genaue Höhe der Beteiligung und die offizielle Bewertung wurden vom Team nicht kommuniziert. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person teilte CNBC jedoch mit, dass der Anteil der Waltons am Team und an der Arena jeweils 10% beträgt. Die Quelle bat um Anonymität, da sie nicht befugt war, öffentlich über die Details zu sprechen.
Reinsdorf bleibt Mehrheitseigentümer
Die Familie Reinsdorf behält die Mehrheitsbeteiligung an den Chicago Bulls. Jerry Reinsdorf hatte das Franchise im Jahr 1985 für lediglich 16,2 Millionen US-Dollar erworben. Heute ist das Team laut den jüngsten NBA-Bewertungen von CNBC rund 6,45 Milliarden US-Dollar wert – damit zählen die Bulls zum fünftwertvollsten Franchise der gesamten Liga. Diese Wertsteigerung verdeutlicht eindrucksvoll, wie stark der Wert professioneller Sportfranchises in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen ist.
Der United Center, in dem sowohl die Bulls als auch die Chicago Blackhawks aus der NHL ihre Heimspiele austragen, befindet sich im gemeinsamen Eigentum der Familien Wirtz und Reinsdorf. Beide Familien werden weiterhin die Mehrheitsbeteiligung am United Center sowie am sogenannten „1901 Project" halten – einem 7 Milliarden US-Dollar schweren Stadtentwicklungsprojekt auf der West Side von Chicago.
Sechs Meisterschaften, aber sportliche Durststrecke
Die Chicago Bulls gehören zu den bekanntesten und erfolgreichsten Franchises in der Geschichte der NBA. In der Ära von Superstar Michael Jordan gewann das Team sechs Meisterschaften und prägte den Basketball der 1990er-Jahre wie kaum ein anderes Team. Für deutsche Basketballfans ist der Name Chicago Bulls daher untrennbar mit dieser goldenen Ära verbunden.
In den vergangenen Jahren kämpfte das Franchise jedoch mit sportlichen Rückschlägen. Seit der Saison 2021-2022 qualifizierten sich die Bulls nicht mehr für die NBA-Playoffs – ein deutlicher Kontrast zur glorreichen Vergangenheit des Clubs.
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Zur AktienanalyseWalton-Familie mit wachsendem Sportportfolio
Lukas Walton ist der 39-jährige Enkel von Walmart-Gründer Sam Walton und lebt gemeinsam mit seiner Frau in Chicago. Laut Forbes verfügt er über ein geschätztes Nettovermögen von rund 45 Milliarden US-Dollar, was ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt macht.
Das Engagement im Profisport ist in der Walton-Familie keine Seltenheit. Lukas Waltons Onkel Rob Walton erwarb bereits im Jahr 2022 die Denver Broncos aus der NFL. Zudem hält Rob Walton eine Beteiligung an den Arizona Diamondbacks aus der MLB. Mit dem Einstieg bei den Chicago Bulls setzt Lukas Walton nun die Familientradition der Investitionen in amerikanische Profisportfranchises fort.

